VonNadja Hoffmannschließen
Die blutigen Angriffe auf Israel durch die Hamas werden am Montagabend großes Thema in München sein. Anhänger beider Seiten gehen auf Straße. Die Stimmung dürfte aufgeheizt sein.
Überall auf der Welt die gleichen Bilder: Menschen gehen nach den blutigen Angriffen auf Israel mit bislang 700 Toten und vielen Zivilisten in der Hand von Hamas-Aktivisten auf die Straße. Sie zeigen mit Flaggen und Plakaten Solidarität mit dem Land im Nahen Osten und zeigen sich schockiert über die Skrupellosigkeit der Täter. Aber: Genauso gehen weltweit Menschen auf die Straße, um ihre Verbundenheit mit der radikalislamischen Hamas und dem Gazastreifen zu unterstreichen. Der weit entfernte Konflikt wird heute Abend in der bayerischen Landeshauptstadt sehr präsent sein. Und das mit beiden Seiten. Es gibt zwei Demonstrationen, die sehr wahrscheinlich parallel laufen werden.
Pro-Israel und Pro-Palästina: Polizei bereitet sich auf parallel laufende Demos in der Innenstadt vor
Ab 18 Uhr ruft das Linke Bündnis gegen Antisemitismus am Odeonsplatz zu ihrer Solidaritätsveranstaltung für Israel auf.
Wir rufen zur Teilnahme an der Kundgebung auf! Solidarität mit Israel! pic.twitter.com/jKGJwzBBvP
— Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München (@LBgA_Muenchen) October 8, 2023
Pro-Israel und Pro-Palästina: Polizei bereitet sich auf parallel laufende Demos in der Innenstadt vor
Um 18.30 Uhr will die Münchner Gruppe der Organisation „Palästina spricht“ auf dem Marienplatz demonstrieren. Beide Demonstrationen sind beim Kreisverwaltungsreferat KVR angemeldet. Wobei die Behörde Ort und Zeit für die Pro-Palästina-Demo noch nicht bestätigt hat.
Für die Münchner Polizei hat sich die Einsatzlage für den Montagabend damit verschärft. Denn: Bislang war nur die Pro-Israel-Veranstaltung mit 1000 erwarteten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz angemeldet worden. Dass nur 500 Meter entfernt nun auch die Gegenseite auf die Straße gehen will, birgt Brisanz. Grundsätzlich gilt in so einem Fall, dafür zu sorgen, dass beide Veranstaltungen getrennt bleiben. Wie viele Polzisten für die Sicherheit sorgen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.
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