Am Erholungsgelände Ambach stehen einige Neuerungen an. Kurzfristig soll ein Parkautomat aufgestellt werden, der den Maschinenring-Mitarbeiter ersetzt. Mittelfristig soll das Gelände saniert werden.
Münsing – Zum ersten Mal fand das jährliche Betreuungsgespräch für das Erholungsgelände Ambach direkt vor Ort statt – und zwar in den schönen neuen Räumen der Wasserwacht-Station am Schwaiblbach mit Blick auf den Starnberger See. Gekommen waren Vertreter der Gemeinde Münsing, des Landkreises, der das Gelände unterhält, des Erholungsflächenvereins München als Eigentümer, des Maschinenrings Wolfratshausen, der Schlösser- und Seenverwaltung, der Wasserwacht, der Polizei und des Sicherheitsdienstes Bavaria Werkschutz.
Ingo Roeske, Vorsitzender der Wolfratshauser Wasserwacht und in dem Fall auch Gastgeber, nannte die Errichtung der Rettungsstation einen „Meilenstein“. Er sei froh, dass den Ehrenamtlichen jetzt für die vielfältigen Hilfeleistungen am und im See eine moderne Station zur Verfügung stehe. Die Badesaison des vergangenen Jahres war laut Dr. Michael Foerst, am Landratsamt vormals zuständig für die Erholungsgebiete, „ziemlich durchwachsen“. Wachdienst und Polizei berichteten deshalb – von sechs Verkehrsunfällen und kleineren Verstößen wie fahrlässiger Körperverletzung und Sachbeschädigung abgesehen – von keinen größeren Vorkommnissen.
Die entlang des Seeufers angelegten Feuerstellen, an denen ab 20 Uhr gegrillt werden darf, seien bei den Badegästen sehr beliebt, so Foerst. Probleme gebe es gelegentlich mit unbelehrbaren Hundehaltern, die ihren Vierbeiner trotz Verbots mit aufs Gelände nehmen wollten. Über das Thema war in der Runde bereits im Vorjahr intensiv diskutiert worden.
Das Erholungsflächengelände wurde 1973 eröffnet
Nachdem das Erholungsgelände bereits 1973 eröffnet wurde, ist eine Generalsanierung erforderlich. WC-Häuschen müssen erneuert werden, Parkflächen benötigen eine neue Trag- und Deckschicht, Drainagen in Teilbereichen der Liegewiesen müssen ertüchtigt, Wege hergerichtet, Uferabschnitte befestigt werden. Bis Ende 2017 möchte der Erholungsflächenverein ein Konzept und eine Kostenschätzung erstellt haben. Die Umsetzung der Maßnahmen ist von der Haushaltsplanung des Vereins abhängig. Da das Strandbad Ambach eines der ältesten des Vereins ist, hoffen alle örtlichen Beteiligten, dass es in der Rotation der Sanierungsmaßnahmen ganz vorne steht.
Markus Henning, der mit seinem Team vom Maschinenring Wolfratshausen das Gelände betreut, forderte eine höhere Kostenbeteiligung der Stadt München, da diese mit ihrer umfangreichen Ausweisung von Wohnraum für enormen Zuzug sorge und dafür verantwortlich sei, dass für die zunehmende Bevölkerung auch Erholungsraum zur Verfügung stehe.
Eine Neuerung wird Foerst zufolge bereits kommendes Jahr umgesetzt: Künftig wird nicht mehr bei der Einfahrt ins Gelände von einem Maschinenring-Mitarbeiter kassiert. Besucher sollen ihre Parktickets an Parkautomaten ziehen können. Diese sollen in den Osterferien 2018 in den Probebetrieb gehen. Tanja Lühr