VonMarion Neumannschließen
Zwei Tage lang, am Mittwoch und Donnerstag, war die Peißenberger Ortsumgehung gesperrt. German Abenthum vom Staatlichen Bauamt Weilheim erklärt, warum die Tunnel gewartet werden mussten.
Peißenberg – Wegen Wartungs- und Überprüfungsarbeiten im Guggenbergtunnel und im Tunnel Peißenberg-Süd war die Ortsumgehung Peißenberg am Mittwoch und Donnerstag komplett gesperrt (wir berichteten). Warum diese Arbeiten regelmäßig durchgeführt werden müssen, erklärt German Abenthum, Sachgebietsleiter „Brückenbau“, vom Staatlichen Bauamt Weilheim.
Herr Abenthum, was genau ist in den letzten beiden Tagen in den Tunneln gemacht worden?
Hauptsächlich ging es darum, die Beleuchtung zu überprüfen. Im Inneren der Tunnel sind Quecksilberhochdrucklampen angebracht, die regelmäßig gewechselt werden müssen, damit ihre Leuchtkraft nicht nachlässt. Die Beleuchtung befindet sich direkt über dem Verkehrsraum – es muss also auch gecheckt werden, ob alles noch ausreichend sicher befestigt ist und keine Teile herunterfallen können.
Dauert es denn zwei volle Tage, die Beleuchtung zu überprüfen?
Während der Sperrung werden mehrere Arbeiten auf einmal erledigt. Zur Tunnelwartung gehört generell die Überprüfung der Betriebstechnik. Dazu zählt alles, was elektronisch ist. In den Tunneln steckt viel mehr Technik, als der Autofahrer beim Durchfahren sieht. Etwa die Ampelsteuerungen und eine gewährleistete Notfall-Stromversorgung mit Akkus im Guggenbergtunnel. Wenn schon gesperrt ist, erfolgt außerdem noch eine Tunnelreinigung. Ein Unimog der Straßenmeisterei Weilheim kümmert sich beispielsweise um die Säuberung der seitlichen Tunnelwände. Gerade Lastwägen verschmutzen die Tunnel mit sogenannten Wirbelschleppen aus Wasser und Gischt.
Gefühlt sind die beiden Tunnel häufig aufgrund von Wartungsarbeiten gesperrt. Wie oft werden solche Maßnahmen durchgeführt?
Normalerweise gibt es zwei Mal im Jahr Tunnelwartungen. Die Überprüfungen stehen im Frühjahr und im Herbst an. Das ist notwendig, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Sollten zwischenzeitlich einmal Defekte auftreten, müsste zudem noch außerplanmäßig gesperrt werden.
Interview: Marion Neumann
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