VonBernhard Jepsenschließen
Das war knapp: Der Starkregen am Montagabend hätte fast wieder für Ausuferungen am Wörthersbach in Peißenberg gesorgt.
Peißenberg – An den Messstellen im Bereich der Unterbaustraße und an der Bachstraße stiegen die Pegel gegen 22 Uhr bis zur Warnstufe rot respektive gelb an.
Die Verantwortlichen der Peißenberger Feuerwehr standen bereits kurz davor, Sirenenalarm auszulösen. Im Rathaus wurde vorsorglich ein Bürgertelefon eingerichtet. Nach einer Stunde konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.
Es war „kein normales Hochwasser“
„Es war total knapp“, berichtete Manuela Vanni am gestrigen Dienstag im Gespräch mit der Heimatzeitung. Die Bürgermeisterin sprach im Nachklang von einem „spontanen Starkregenereignis“ ohne große Vorwarnung: „Das war kein normales Hochwasser. So etwas wird es in den nächsten Jahren aber leider wohl öfters geben.“ Vanni verwies damit auf die Folgen des Klimawandels.
Wie andere Kommunen im Landkreis auch wurde Peißenberg angeschrieben, um bei dem von der LMU München und der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ gemeinsam initiierten Projekt KARE (Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene) mitzumachen.
Weilheim und Hohenpeißenberg für KARE-Teilnahme beworben
Dabei sollen auf Grundlage einer Bestandsanalyse Maßnahmen zur Risikominimierung bei Starkregenereignissen entwickelt werden. Weilheim und Hohenpeißenberg haben sich bekanntlich für eine KARE-Teilnahme beworben (wir berichteten) – Peißenberg aber nicht.
„Wir haben länger überlegt, waren letztlich aber der Ansicht, dass wir vieles von dem, was bei dem Projekt entwickelt werden soll, schon haben – wie zum Beispiel unser Warnsystem“, erklärt Vanni die Absage.
Außerdem könne man von den Ergebnissen des Projekts profitieren, auch wenn man nicht direkt als Pilotkommune involviert sei. Die Entscheidung gegen eine Teilnahme habe die Rathausverwaltung intern – also ohne Beteiligung des Marktgemeinderats – getroffen.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Weilheimer Bewerbung für die KARE-Teilnahme
