Metallbaubetrieb in Peiting

Breidenbach erweitert Produktionsstandort

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Die Firma Breidenbach ist ein traditionsreiches Unternehmen
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Seit 1946 besteht der Metallbaubetrieb Breidenbach in Peiting. Die Geschäfte florieren, weshalb das Familienunternehmen jetzt erweitern möchte. Damit der Bauausschuss dem Bauantrag zustimmen konnte, mussten allerdings erst einige Klippen umschifft werden.

Peiting – 30 auf 31 Meter groß soll das neue Gebäude werden, das gegenüber des bestehenden Betriebs an der August-Moralt-Straße entstehen soll. Die Fläche wird bislang von der Firma als Parkplatz genutzt. „Wir platzen in unseren bisherigen Räumen aus allen Nähten, sowohl was die Produktion als auch die Büros angeht“, sagt Martin Breidenbach, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens, das am Standort rund 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Viel Platz für Büroräume

Neben der Werkhalle bietet der Neubau im Erdgeschoss sowie den beiden oberen Stockwerken Platz für Büroräume. Eine Betriebsleiterwohnung – wie ursprünglich angedacht – sei mittlerweile nicht mehr Teil der Planung, erklärte Marktbaumeister Fabian Kreitl in der jüngsten Bauausschusssitzung, als es um den Bauantrag ging.

Der brachte allerdings zwei Probleme mit sich. Zum einen überschritt der geplante Neubau die im Bebauungsplan festgelegte Baugrenze von 15 Metern zur alten Schnalzstraße. Zum anderen fehlte es laut Stellplatzsatzung an Parkplätzen. In beiden Fällen hielt der Marktbaumeister allerdings eine Befreiung für unkritisch. Die Baugrenze sei im Bebauungsplan deshalb so großzügig festgelegt worden, weil bei dessen Aufstellung einen Ausbau der alten Schnalzstraße im Blick gehabt habe, erklärt Kreitl auf Nachfrage der SN. Die sei allerdings mittlerweile eine Privatstraße, das Landratsamt habe deshalb keine Bedenken gegen eine Befreiung.

Weniger Parkplätze sind ausreichend

Und auch bei den Stellplätzen hatte das Unternehmen laut Kreitl eine gute Begründung für eine Abweichung von der vorgeschriebenen Zahl geliefert. Weil die Erweiterung nicht mit zusätzlichem Personal einhergehe, seien 20 Parkplätze statt der vorgeschriebenen 30 ausreichend. Und falls die Firma in Zukunft doch mehr benötige, sei die Fläche da, merkte Hermann Mödl (BVP) an. Im Gremium gab es denn auch keine Einwände gegen die Befreiungen. Der Bauantrag wurde einstimmig durchgewunken.

Gleiches galt auch für die Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich der Baugrenzen. Indem man beides parallel auf den Weg bringe, wolle man möglichst rasch Baurecht schaffen, erläutert Kreitl. Schließlich steht der Betrieb, der unter anderem Treppen und Balkone, aber auch Kunstwerke und Möbel aus Metall fertigt, bereits in den Startlöchern. „Im neuen Jahr wollen wir anfangen“, kündigt Breidenbach an.

Bebauungsplan könnte bald erneut behandelt werden 

Der Bebauungsplan könnte allerdings schon bald erneut auf der Tagesordnung stehen. Es mache Sinn, sich zu überlegen, ob man das bislang als Industriegebiet ausgewiesene Areal nicht zum Gewerbegebiet abstuft, sagte der Marktbaumeister. „Das hätte den Vorteil, dass wir mehr Fläche nutzen könnten“, so Bürgermeister Michael Asam. „Und die brauchen wir unbedingt.“

Auch eine Betriebsleiterwohnung wäre dann erlaubt, ergänzte Kreitl mit dem Blick auf den ursprünglichen Bauantrag der Firma Breidenbach. Hier hakte allerdings Peter Ostenrieder ein. Es gebe einen Beschluss, worin sich der Gemeinderat grundsätzlich gegen diese Art von Wohnungen ausgesprochen habe, erinnerte der CSU-Fraktionschef. Hintergrund sei, dass man den Immobilienmarkt nicht verzerren wolle.

Bis darüber entschieden wird, wird freilich noch eine Weile vergehen – auch wenn das Landratsamt laut Kreitl der Idee durchaus positiv gegenübersteht. „Erst einmal muss geprüft werden, ob es von den Immissionen her überhaupt möglich ist.“

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