VonChristoph Petersschließen
Die Firma Gaplast erweitert ihren Standort in Peiting: In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss einstimmig dem Bauantrag für die Errichtung weiterer Produktionsflächen zugestimmt. 15 Millionen Euro nimmt das Unternehmen dafür in die Hand.
Peiting – Schon 2016 hatte Gaplast erste Pläne vorgestellt, wie der Standort in Peiting in Zukunft ausgebaut werden könnte. Der Verpackungsspezialist für Medizin-, Pharma- und Kosmetikprodukte hatte damals in einem ersten Schritt die Bürokapazitäten durch eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes erweitert. Jetzt folgt der nächste Streich. Weil die Geschäfte blendend laufen und es deshalb im Werk am Firmensitz in Altenau an Platz mangelt, baut Gaplast seine Produktionsstätte in der Marktgemeinde aus. Noch in diesem Frühjahr soll der Startschuss für die Erweiterung der Halle 3 und den Neubau der Halle 4 auf dem Firmengelände an der August-Moralt-Straße fallen, teilt die Firma auf Anfrage der Schongauer Nachrichten mit. Abgeschlossen sein sollen die Bauarbeiten voraussichtlich schon ein Jahr später. Die Investitionskosten beziffert Gaplast auf 15 Millionen Euro.
Mitarbeiterzahl am Standort wächst
Dem dafür nötigen Bauantrag hat der Bauausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Michael Asam zeigte sich hocherfreut. Die Erweiterung sichere die Zukunft des Betriebs in Peiting, sagte der Rathauschef. Mit der Fertigstellung wird auch die Zahl der Mitarbeiter am Peitinger Standort wachsen. Aktuell zähle man in der Marktgemeinde rund 90 Beschäftigte, in Altenau 170, so eine Firmensprecherin. Nach Abschluss der Baumaßnahme sollen 90 Mitarbeiter vom Hauptsitz nach Peiting wechseln. Auch neue Arbeitsplätze würden langfristig geschaffen. Das Werk in Altenau werde zum Entwicklungs- und Verwaltungsstandort. Ob der Unternehmenssitz nach Peiting verlegt werde, sei derzeit noch nicht abschließend entschieden.
Mit der steigenden Zahl an Mitarbeitern muss auch der Parkplatz der Firma wachsen. Laut Satzung seien eigentlich 230 Stellplätze vorgeschrieben. Die Zahl stehe allerdings in keinem Verhältnis zur Mitarbeiterzahl, sagte Asam in der Bauausschusssitzung. Die Firma werde 148 Parkplätze errichten. „Das ist ausreichend.“ Das sahen auch die Mitglieder des Gremiums so, Einwände gab es nicht. Die nötigen Befreiungen was die Bebauung angehe, habe man bereits vor einigen Wochen bei der Änderung des Bebauungsplans berücksichtigt, fügte der Rathauschef hinzu. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“
Weiterer Ausbau ist bereits geplant
In diesem Zug sprach Andreas Barnsteiner (BVP) die Überschwemmungsflächen an, die zuletzt bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans einer Erweiterung von Gaplast entgegengestanden waren. Letztlich hatte man gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt über die Schaffung von sogenannten Retentionsflächen eine Kompromisslösung gefunden (wir berichteten). Dies beträfe allerdings nicht das aktuelle Bauvorhaben, antwortete Asam. Denn abgeschlossen sind die Ausbaupläne des Unternehmens mit der nun angekündigten Erweiterung noch nicht.
Langfristig werden laut Gaplast voraussichtlich im Norden noch zwei und im Süden noch eine Halle errichtet. Zusätzlich plane man im Norden und Süden jeweils einen zusätzlichen Kopfbau. Einen genauen Zeitplan, wann diese Pläne realisiert werden sollen, gebe es aber derzeit noch nicht, teilt das Unternehmen mit.
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