- VonWolfgang Schörnerschließen
Für die Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 179 neuen Wohnungen westlich der Birkenstraße hat der Penzberger Stadtrat in seiner Abschlusssitzung den Vorentwurf abgesegnet. Eine Kontroverse gab es aber wegen der Parkplätze. 48 Millionen wird nach aktuellem Stand das Bauvorhaben kosten. Bis zum Jahr 2023 sollen alle Häuser errichtet sein.
Penzberg – 48 Millionen Euro soll laut Stadtkämmerer Hans Blank der Bau der Mehrfamilienblöcke mit 179 Mietwohnungen im KFW55-Standard kosten, die bis 2023 westlich der Birkenstraße und südlich der Wölflstraße entstehen. Wie er in der Abschlusssitzung des Stadtrats ausführte, werden rund 18 Millionen Euro als Zuschuss erwartet. 30 Millionen Euro müsse die Stadt selbst finanzieren. Was laut Blank aber unter ausgesprochen günstigen Konditionen erfolgen kann. Die 30 Millionen Euro müssten über 25 Jahre getilgt werden. Zinsen fallen nicht an. Die Tilgung pro Jahr beträgt 1,2 Millionen Euro. Bei einem Mietpreis von 8,50 pro Quadratmeter, rechnete der Kämmerer vor, nehme die Stadt auf der anderen Seite 1,4 Millionen Euro im Jahr ein. Macht ein jährliches Plus von 200 000 Euro, das ihm zufolge in der Zukunft für Reparaturen und Sanierungen verwendet werden kann.
Stadtrat segnet Vorentwurf für Mehrfamilienhäuser ab
In der letzten Sitzung des alten Penzberger Stadtrats am vergangenen Mittwochabend ging es darum, den Vorentwurf für die Mehrfamilienhäuser abzusegnen, was gegen die Stimme von Kerstin Engel (Grüne) geschah. Geschlossen votierte das Gremium außerdem für ein Mobilitätskonzept mit E-Ladestationen, für Photovoltaikanlagen und für ein Mieterstrommodell.
Kontroverse im Stadtrat über Zahl der Parkplätze
Eine kontroverse Diskussion gab es wegen der Parkplätze. Für die Mieter sind insgesamt 197 Stellplätze vorgesehen, als einer pro Wohnung. Nach dem Schlüssel der Stellplatzsatzung müssten es 317 sein. Kerstin Engel, die deshalb gegen den Vorentwurf stimmte, monierte, dass bei anderen Bauträgern auf die Stellplatzsatzung gepocht werde. Selbst wenn der Schlüssel entsprechend abgesenkt werde, seien 197 Stellplätze immer noch zu wenig.
Er sei überrascht, dass die Grünen-Fraktion mehr Kfz-Stellplätze forderte, sagte Markus Kleinen (SPD). Er argumentierte, dass die Erfahrung zeige, dass bei sozial geförderten Wohnungen ein geringerer Stellplatzschlüssel ausreiche und in diesem Fall auch ein Mobilitätskonzept greife. Auf den Vorschlag Engels, eine zweite Tiefgaragen-Ebene zu bauen, antwortete die scheidende Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD), dies würde ein Vermögen kosten und sich, wie Regina Bartusch (SPD) anfügte, auf die Mietpreise niederschlagen.
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