Hallenbad-Bau in Penzberg

Berge, Wald und Seen im neuen Hallenbad - neue Ideen für „Wohlfühl-Atmosphäre“

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So könnte die Gastronomie im Schwimmbereich aussehen.
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Für das neue Hallenbad in Penzberg werden derzeit Bohrpfähle in den Boden gerammt. Noch steht keine einzige Wand, die Rohbauarbeiten des 19,1-Millionen-Euro-Projekts beginnen erst in dreieinhalb Monaten. Auf dem Papier ist man schon weiter: Ein Innenarchitekt hat Ideen vorgelegt, wie das Bad innen aussehen könnte – nicht mehr so nüchtern wie beim ersten Vorschlag.

Penzberg – Die ersten Ideen für die Innengestaltung des neuen Penzberger Familienbads, die vor einem Jahr vorgestellt wurden, hatten noch recht nüchtern und kalt gewirkt. Davon ist nun keine Rede mehr. Die Atmosphäre solle behaglich sein, erklärte Projektsteuerer Jens-Wilhelm Brand. Architekt Wolfgang Gollwitzer habe sich noch einmal mit der Innengestaltung beschäftigt, zusätzlich sei ein Innenarchitekt eingeschaltet worden: Torsten Michelmann und sein Team aus dem niedersächsischen Isernhagen.

Vorschlag: Berge, Wald, Seen und Bergwerk im Bad inszenieren

Michelmanns Vorschläge stellte Brand am Mittwochabend dem Verwaltungsrat der Stadtwerke vor. „Das Thema des Bades soll die Umgebung sein“, so Brand. Sowohl Berge, Wald und Seen als auch das Bergwerk sollen „im Bad inszeniert werden, mit entsprechenden Farben und Materialien“. So sollen zum Beispiel Sauna und Dampfbad die Atmosphäre eines Bergwerks und der Ruhebereich die einer Höhle erhalten. Das Thema Wald werde im Foyer, das Thema Bergsee im Schwimmbereich aufgegriffen, der Gastronomiebereich solle mit Farben behaglich gestaltet werden, zählte Brand auf.

Idee für eine Kaminlounge im Saunabereich.

Dies dient ihm zufolge dazu, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, die Besucher sollen sich wohlfühlen. „Wir wollen, dass die Gäste Wow sagen und gerne wiederkommen“, erklärte er. Das neue Penzberger Familienbad solle sich auf diese Weise von klassischen städtischen Bädern unterscheiden. Brand erzählte auch von kleineren Änderungen im Inneren: So erhalten zwei Saunen große Glasfronten mit Blick in die Berge. Umgekehrt sind sie nicht einsehbar. Den Kinderschwimmbereich werde man etwas aufwerten, „damit er spannender wird“. Vorgesehen ist ebenso eine „Ruhegalerie“ mit Blick zum Schwimmbecken.

Positive Reaktionen im Verwaltungsrat

Positive Reaktionen gab es im Verwaltungsrat. „Mein Eindruck ist: sehr schön“, sagte Kerstin Engel (Grüne). Man müsse sich unterscheiden von Konkurrenzbädern wie dem Trimini. „Prima“ fand die Ideen auch Adrian Leinweber (SPD), nachdem er sich versichern ließ, dass die Kosten in der Kalkulation enthalten sind und es bei familienfreundlichen Eintrittspreisen bleibt.

Hallenbad-Baustelle: Rohbauarbeiten sollen Ende März 2020 beginnen

Bis es soweit ist, dauert es noch zwei Jahre. Erster Spatenstich war im November. Seit Anfang Dezember werden Bohrpfähle in den torfigen Untergrund getrieben, damit das spätere Bauwerk stabil steht. Rund 180 Pfähle sind nötig. Spielt das Wetter mit, sind diese Arbeiten Ende Februar 2020 beendet. Die Rohbauarbeiten – Angebote von Firmen liegen vor – würden dann am 30. März 2020 beginnen. Parallel laufen Planungen und Ausschreibungen. Verzögerung gibt es laut Brand bislang nicht. 2021 folgen Technik, Innenausbau und Außenanlagen, um im Oktober 2021 den Probebetrieb zu starten. Die Eröffnung des Bades ist für Dezember 2021 geplant.

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