- VonWolfgang Schörnerschließen
Schon lange ist das Edeka-Areal in Penzberg eine Brache. Bislang tut sich nichts. Doch mittlerweile wird ein neuer Vorschlag diskutiert - unter anderem mit Wohnbebauung.
Penzberg – Lange war es ruhig um das Edeka-Areal an der Straße „Grube“ in Penzberg. Doch nun liegt ein Vorschlag vor, der in eine neue Richtung geht. Bisher wurde darüber nur hinter verschlossenen Türen gesprochen.
Dem Vernehmen nach geht es bei dem Vorschlag darum, dass auf dem südlichen Drittel des Geländes – im Bereich zur Henlestraße – eine Wohnbebauung mit Tiefgarage entsteht. Der dortige Edeka-Einkaufsmarkt würde abgerissen und im mittleren Drittel neu gebaut, inklusive Parkplätze. In diesen Bereich könnte auch der Lidl aus dem Gewerbegebiet Grube umziehen. Die verbleibenden etwa 800 Quadratmeter im Mittel-Drittel sollen für „nicht innenstadtrelevantes Sortiment“ zur Verfügung stehen. Das nördliche Drittel, so die Überlegung, wäre für den Hagebaumarkt reserviert. Er könnte seine Fläche auf diese Weise verdoppeln. Die Ansiedlung von Gewerbebetrieben ist in dem Vorschlag nicht mehr vorgesehen.
Gespräche laufen offenbar auch mit Projektentwickler Dr. Herbert Küblböck, der für das Unternehmen Edeka das Gelände entwickeln wollte, im Oktober 2018 aber mit seinen Plänen im Stadtrat gescheitert war. Gast war er diese Woche in einer nicht öffentlichen Bauausschusssitzung. Für eine Stellungnahme war Küblböck am Freitag nicht zu erreichen.
Bürgermeisterin Elke Zehetner bestätigte allerdings auf Nachfrage die Überlegungen. Sie sind ihr zufolge noch nicht in trockenen Tüchern. Laut Zehetner muss Edeka sein Plazet geben. Obsolet wäre dann auch eine Klage gegen das Nein des Stadtrats zu den alten Plänen, erklärte sie. Außerdem müsse geregelt werden, dass bei einem Lidl-Umzug sich am Alt-Standort Gewerbe ansiedelt und kein neuer Supermarkt.
Im Oktober hatte der Stadtrat ein Konzept mit Fachmärkten abgelehnt und sich dafür ausgesprochen, einen Großteil des Areals für Gewerbe bereitzustellen. Eine Wohnbebauung wurde auch diskutiert, aber kritisch gesehen, da sie sich nicht mit Gewerbebetrieben verträgt.
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