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In Penzberg gibt es am Freitag, 20. September, die dritte „Fridays for Future“-Demonstration. Ein neues Aktionsbündnis hat Unterstützung zugesagt.
Penzberg – Etwa 600 Demonstranten erwarten die jungen Organisatoren bei der „Fridays for Future“-Kundgebung am kommenden Freitag, 20. September, in der Penzberger Innenstadt – „nicht nur Schüler, sondern auch einige Erwachsene“. Tatsächlich hat sich ein „Penzberger Aktionsbündnis Klimaschutz“ gebildet, das die Schüler in ihrem Protest unterstützen will. Mit ihrer dritten Demonstration in Penzberg schließen sich die Jugendlichen am Freitag dem globalen „Fridays for Future“-Klimastreik an.
Fridays for Future: Vom Gymnasium zum Stadtplatz
Die Demo beginnt um 11.45 Uhr beim Gymnasium an der Karlstraße. Von dort geht es über Philippstraße, Zweigstraße und Bahnhofstraße zum Stadtplatz, auf dem eine Kundgebung folgt. Das „Fridays for Future“-Team lädt dazu alle Erwachsenen und Schüler ein. Bei der Kundgebung in Penzberg wollen die Demonstranten vor allem die Klima-Situation in Penzberg ansprechen, kündigt das Team an. Gefordert wird von der Stadt unter anderem, „dass der Klimanotstand in Penzberg ausgerufen“ und „das Klimaschutzprogramm von 2011 konsequent verfolgt wird“.
Fridays for Future: „Penzberger Aktionsbündnis Klimaschutz“ sagt Unterstützung zu
„Auf ein starkes Signal“ hofft das „Penzberger Aktionsbündnis Klimaschutz“, zu dem sich unter anderem der Penzberger Bund Naturschutz, der Gesprächskreis „Penzberg 2030“, das interreligiöse Umweltteam, die Fairtrade-Steuerungsgruppe und der „Werkraum“-Verein zusammengeschlossen haben. Das Bündnis hat insbesondere für Freitag seine Unterstützung zugesagt. Ähnlich sind deren Forderungen an die Stadt Penzberg. Die Stadt, heißt es in deren Mitteilung, solle den „Klimanotstand ausrufen, um dem Thema Klima bei allen politischen Entscheidungen höchste Priorität zuzumessen“. Ebenso fordert das Bündnis von der Stadt, dass das Penzberger Klimaschutzkonzept von 2011 „aktualisiert und reaktiviert“ und eine volle Stelle für einen Klimaschutzbeauftragten „mit weitreichender Entscheidungsbefugnis“ eingerichtet wird. Das Bündnis hofft zudem auf „eine starke Teilnahme“ weitere Vereine und gesellschaftlicher Vertretungen sowie von Privatpersonen bis hin zu den Großeltern, „um Unterstützung für die Forderungen der Jugend zu zeigen“. Allein eine große Teilnahme bei der globalen Klimademo, so die Überzeugung des Bündnisses, „kann der Politik die absolute Wichtigkeit des Anliegens vor Augen führen“.
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