„Gruabnliacht“ und „Schicht im Schacht“: Hobbybrauer kreieren Penzberger Bier fürs Stadtfest

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Bierprobe: Bürgermeisterin Elke Zehetner, Hobbybrauer Ingo Hübner und Festkoordinator Thomas Sendl.
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Beim Stadtfest in Penzberg wird es ein eigenes Penzberger Bier geben - gebraut vom Penzberger Hobbybrauerverein.

Penzberg – Der Penzberger Hobby-Brauerverein hat seine Ankündigung wahr gemacht und sich damit auch selbst einen Wunsch erfüllt: Er hat für das Penzberger Stadtfest zum 100-Jährigen der Stadt ein eigenes Penzberger Bier gebraut. Eigentlich sind es zwei: ein Helles, das den Namen „Gruabnliacht“ trägt, und ein Dunkles mit dem Namen „Schicht im Schacht“. Ingo Hübner vom Brauerverein stellte die beiden Biere vor kurzem im Rathaus vor. Ausgeschenkt werden sie während des Stadtfestes am Freitag, 12. Juli, und Sonntag, 14. Juli, am Stand des Heim- und Hobbybrauervereins – so lange der Vorrat reicht.

Penzberger Bier: Verein braute in Biermanufaktur „Sparifankal“

„Für uns als jüngster Verein in Penzberg ist es eine Ehre, solch eine Aufgabe zu übernehmen“, sagt Ingo Hübner. Der Verein wurde, wie berichtet, im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Die Stadt hat ihm Räume im ehemaligen Molkereigebäude an der Christianstraße zur Verfügung gestellt. Das Problem bei der Realisierung des Wunsches sei allerdings die Kapazität gewesen, erzählt Hübner. Also eine geeignete Brauanlage für diese Mengen zu finden. Unterstützung erhielt der Verein in Peiting. Manuel Rößle von der Biermanufaktur „Sparifankal“ stellte den Penzbergern seine Brauanlage samt Gärkeller und Abfüllung zur Verfügung. Er beriet die Hobbybrauer, ließ ihnen aber auch freie Hand, das eigens kreierte Bier-Rezept umzusetzen. Vier Brau-Termine habe es gegeben, so Hübner. Und es habe gut funktioniert.

Penzberger Bier: Gruabnliacht und Schicht im Schacht

Herausgekommen ist erstens ein fast schwarzes Bier mit dem Namen „Schicht im Schacht“, der an die harte Arbeit unter Tage erinnert und das Ende der Bergbauzeit aufgreift. Zweitens braute der Verein ein Helles mit dem Titel „Gruabnliacht“, was an die Ausfahrt aus dem Stollen erinnern soll. Beide Biere sind naturtrüb, also ungefiltert, aus Gerstenmalz, Hopfen und Hefe. Sie haben eine Stammwürze von 13 Grad Plato und 5,5 Prozent Alkohol, sind also recht stark. Eine Runde im Rathaus war bei der Verköstigung jedenfalls angetan. Stolz zeigte sich auch Bürgermeisterin Elke Zehetner. Sie hatte den Verein gebeten, ein Jubiläumsbier zu brauen.

Gebraut wurden 1,4 Hektoliter Bier, die in Fässern und in 0,33-Liter-Flaschen abgefüllt werden. Beim Stadtfest am Freitag und Sonntag wird laut Hübner am Vereinsstand aus dem Fass ausgeschenkt. Später verkauft der Verein dann das Flaschenbier einzeln und im Sechserkarton.

Falls es gut ankomme, so Hübner, werde man vielleicht nach dem Penzberger Rezept nachbrauen – für ein anderes passendes Ereignis. Eine Besonderheit hat der Brauerverein für das Rathaus exklusiv hergestellt: Holztragerl, gefertigt von den Oberland-Werkstätten in Gaißach, mit je einer 0,75-Liter-Cuvéeflasche Helles und Dunkles – zum Verschenken für besondere Gäste der Stadt.

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