- VonWolfgang Schörnerschließen
Auf der regennassen A95 kam es am Freitag und Samstag zu einer Reihe von Unfällen. Die Ursache sei jeweils Aquaplaning gewesen, so die Verkehrspolizei Weilheim. Gesamtbilanz: fünf Leichtverletzte und circa 236.000 Euro Sachschaden.
Penzberg – Einer der Unfälle ereignete sich nahe der Autobahnauffahrt Penzberg/Iffeldorf. Eine Ingolstädterin (28) war am Samstag in Richtung München unterwegs, als ihr Pkw gegen 19.30 Uhr „aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit“, so die Polizei, ins Schleudern geriet. Das Auto krachte links und recht in die Leitplanken. Die Fahrerin und ihre 31-jährige Beifahrerin wurden laut Polizei leicht verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf circa 18.000 Euro. Der Verkehr musste einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Iffeldorf und Penzberg sowie zwei Rettungswagen.
Am selben Tag hatte sich kurz zuvor, ein paar Kilometer weiter nördlich auf Höhe von Münsing, ebenfalls ein Aquaplaning-Unfall auf der Garmischer Autobahn ereignet. Ein Andechser (20) war im einsetzenden Regen mit seinem Auto ins Schleudern geraten. Sein Wagen prallte links gegen die Mittelleitplanke, bevor es auf dem Seitenstreifen zum Stehen kam. Der junge Mann blieb laut Polizei unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 16.000 Euro geschätzt.
Vier weitere Aquaplaning-Unfälle bereits am Freitag
Laut Verkehrspolizei gab es am Freitag zudem vier Unfälle wegen Regens im A95-Abschnitt bei Neuried. Gesamtschaden: etwa 200 000 Euro. Am Freitagvormittag war die Autobahn nach einem Unfall, in dem drei Autos verwickelt waren, für eine halbe Stunde komplett gesperrt.
Am Freitag kurz nach 12.30 Uhr befuhr ein 53-jähriger Mann aus München mit seinem Audi die A95 in Richtung München. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei Regen und nasser Fahrbahn, so die Polizei, kam sein Autos ins Schleudern. Es krachte in die Mittelleitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf circa 23.000 Euro geschätzt.
Autobahn nach Unfall am Freitag komplett gesperrt
Am Freitag kam es zudem zu einer Komplettsperrung nach einem Unfall um 10.10 Uhr. Ein 53-jähriger Mann aus Starnberg überholte laut Polizei mit zu hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur von drei Fahrstreifen. Als der Fahrer mit seinem BMW ins Schleudern kam, mussten die anderen Fahrzeugführer stark abbremsen. Eine 21-jährige Frau aus Polling konnte Ihren Bentley nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr auf den Audi eines 52-jährigen Mannes aus Geretsried auf. Hierdurch kamen alle drei Fahrzeuge ins Schleudern und prallten gegeneinander sowie gegen die Leitplanken links und rechts. Fahrzeuge und Fahrzeugteile waren laut Polizei über alle Spuren der A95 verteilt. Alle drei am Unfall beteiligten Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf circa 130.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehren Wangen, Neufahrn und Schäftlarn sowie die Autobahnmeisterei waren am Einsatz beteiligt. Die A95 war für etwas 30 Minuten komplett gesperrt, im Anschluss konnte eineinhalb Stunden nur die linke Fahrspur benutzt werden. Der Rückstau betrug in der Spitze 5 bis 6 Kilometer, so die Polizei.
Ein anderer Unfall im A95-Bereich von Neuried ereignete sich am Freitag um 10 Uhr: Ein 32-jähriger Mann aus Sontra kam mit seinem BMW aufgrund von Aquaplaning ins Schleudern und prallte links und rechts gegen die Leitplanken. Der Mann konnte sein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen zum Stehen bringen. Weder der Fahrer, noch seine 24-jährige Beifahrerin wurden verletzt, so die Polizei. Den Sachschaden schätzt sie auf 27.000 Euro.
Zuvor war es gegen 9.50 Uhr zu einem Aquaplaning-Unfall in dem Bereich gekommen: Eine 38-jährige Frau aus Wackersberg befuhr mit Ihrem Audi die A95 in Richtung München. Dabei kam sie laut Polizei ebenfalls aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern. Ihr Fahrzeug krachte in die Mittelschutzplanke. Die Frau blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf circa 22.000 Euro geschätzt.
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Auf der A95 bei Penzberg kam es ebenfalls zu einem schweren Unfall. Ein Autofahrer war mit Tempo 180 in Richtung München unterwegs, als ein Hinterreifen platzte. Die anschließende Kollision mit der Leitplanke nahm ein unglaubliches Ende.