Jugendtreff „Chillout“ in der alten Molkerei: Umbau soll im Juli starten

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Der neue Jugendtreff „Chillout“ soll auf der Rückseite des Gebäudes entstehen, hinten rechts der Hauptzugang.
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Eigentlich soll der neue „Chillout“-Jugendtreff auf dem ehemaligen Molkereigelände in Penzberg am 1. November fertig sein. Beim Umbau des Gebäudetrakts ist bisher aber nicht viel passiert. Erst im Juli soll es richtig losgehen. Der Umbau scheint zudem aufwendiger zu sein als gedacht. Die Kosten werden mittlerweile auf rund 222 000 Euro geschätzt.

Penzberg – Auch wenn momentan von einem Umbau auf der Rückseite des südlichen Gebäudetrakts der ehemaligen Molkerei nicht viel zu sehen ist: Am Terminplan für den neuen „Chillout“-Jugendtreff will man im Penzberger Rathaus festhalten. Man habe den Jugendlichen versprochen, dass sie am 1. November Einweihung feiern können, bestätigt Stadtbaumeister Justus Klement. Dies sei nach wie vor das Ziel.

Zumindest ein bisschen ist bei dem Gebäudeteil geschehen. Auf der Rückseite zum Säubach hin, wo ein Freibereich für das „Chillout“ entstehen soll, gab es erste Vorarbeiten. Innen wurden zudem Leitungen geprüft. Wobei laut Klement herauskam, dass eine neue Trinkwasserleitung gelegt werden muss. Zugleich wurde in der Decke eine Leitung entdeckt, in der Fett fließt. Sie muss wegen des Brandschutzes verkleidet werden, was ab Ende Juni geschehen soll.

„Chillout“ in der alten Molkerei: Umbau soll richtig erst im Juli losgehen

Richtig losgehen werde es mit dem Umbau in der zweiten Julihälfte, so der Stadtbaumeister. Dann starte innen der Rückbau. Das heißt: Trennwände, Fenster und Türen kommen raus. Ende Juli sollen die Bodenarbeiten beginnen. Neue Zwischenwände werden hochgezogen sowie die Leitungen für WC und Küche gelegt. Klement geht auch davon aus, dass bei einem Teil der Arbeiten die „Chillout“-Jugendlichen helfen werden, womöglich im September zusammen mit dem Bauhof. Er nennt dabei den Einbau der Theke sowie der Küche, die, wie berichtet, vom Möbelhaus „Raab Home Company“ gestiftet wird. Auch für die Farbe an Wänden und Stützen könnten die Jugendlichen selbst sorgen, so der Stadtbaumeister.

„Chillout“ in der alten Molkerei: Stadt rechnet mit höheren Kosten

Allerdings wird der Umbau zum neuen „Chillout“ teurer als ursprünglich geschätzt. Im Januar war die Stadt noch von etwa 181 000 Euro ausgegangen. Nun soll der Umbau circa 222 000 Euro kosten. Geschuldet ist dies unter anderem der neuen Trinkwasserleitung, der Arbeiten an der Fett-Leitung und der Barrierefreiheit der Toilette, an die nicht gedacht worden war. Der Stadtrat hatte die neue Kostenschätzung in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet. Zum Teil mit Zähneknirschen. „Ich weiß nicht, was uns da noch erwartet“, sagte CSU-Fraktionschefin Christine Geiger. Ein Zuschuss vom Landkreis gibt es zudem nicht. Der Ferienausschuss des Kreistags hatte ihn, wie berichtet, im April abgelehnt.

Bisheriges „Chillout“ soll Hallenbad-Parkhaus weichen

Der neue Jugendtreff im ehemaligen Molkereigebäude an der Christianstraße soll das alte „Chillout“ in dem kleinen Haus an der Ecke von Seeshaupter Straße und Birkenstraße ersetzen, das dem künftigen Hallenbad-Parkhaus weichen muss. Diese Entscheidung hatte der Stadtrat im vergangenen Januar gefällt. Den Jugendlichen wurde damals zugesagt, dass die neuen Räume mindestens zehn Jahre lang zur Verfügung stehen werden – nachdem es das „Chillout“ an der Birkenstraße gerade mal auf fünf Jahre bringt.

In dem Gebäudeteil der alten Molkerei, heißt es, sollen den Jugendlichen etwa 250 Quadratmeter zur Verfügung stehen, was ungefähr doppelt so viel Platz wie bisher ist. Nach den aktuellen Plänen soll ein großer Raum mit Billardtisch und Darts, Küche und Bar entstehen, dazu ein eigener abtrennbarer Bandprobenraum und ein weiterer Raum zum Musikhören. Ein kleines Büro ist zudem für die pädagogische Leiterin Bettina Stocker vorgesehen. Zum Säubach hin soll es einen Freibereich mit eigenem Eingang geben. Der Hauptzugang zu den Räumen bleibt an der jetzigen Stelle, muss aber erneuert werden.

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