Im AWO-Seniorenzentrum in Penzberg

Eröffnungsfeier für erste Tagespflege in Penzberg: Noch freie Plätze für Pflegebedürftige

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Bei der offiziellen Eröffnung der neuen Tagespflege erläuterte Jürgen Salzhuber (li.), der Vorsitzende der Thomas-Wimmer-Stiftung, den geladenen Gästen unter anderem die Investitionskosten zur Schaffung des neuen Angebots.
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Die Tagespflege im AWO-Seniorenzentrum in Penzberg ist zwar bereits im Februar gestartet. Die offizielle Eröffnung mit geladenen Gästen fand allerdings erst am Dienstag statt. Dabei wurde noch einmal die Bedeutung des Angebots betont, das es in Penzberg bisher nicht gab, und das derzeit auch noch über viele freie Plätze verfügt.

Penzberg – Das erste, was einem auffällt, wenn man durch die Räume der neuen Tagespflege im AWO-Seniorenzentrum an der Gartenstraße geht, ist das Licht. Alle Räume sind hell, großzügig und in fröhlichen Farben gehalten. Wie Hans Kopp, der Geschäftsführer der AWO München-Stadt – der Betreiberin der Einrichtung – bei der offiziellen Eröffnung sagte, verfüge die neue Tagespflege, die im dritten Stock des Altbaus eingerichtet wurde, über einen Aufenthalts- und Speiseraum, einen Beschäftigungs- sowie einen Ruheraum und sanitäre Räume.

Der Aufenthalts- und Speiseraum ist sicherlich das Herzstück der neuen Tagespflege.

Stadt gab einen Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro

Zu der kleinen Feier waren unter anderem Landrätin Andrea Jochner-Weiß sowie zahlreiche Stadträte und Seniorenvertreter erschienen. Ihnen gab Jürgen Salzhuber, der Vorsitzende der Thomas-Wimmer-Stiftung, die Eigentümerin des Hauses ist, einen Überblick darüber, was die Schaffung der neuen Tagespflege gekostet hatte. Rund 650 000 Euro seien investiert worden, um im Bestandsgebäude eine derartige teilstationäre Pflege neu zu schaffen – denn ein solches Angebot gab es bis dato nicht in Penzberg. Die Stadt unterstützte das Projekt laut Salzhuber mit einem Zuschuss von 100 000 Euro.

Neues Angebot soll Angehörige entlasten

Bürgermeister Stefan Korpan betonte in seiner Rede die große Bedeutung einer solchen Einrichtung für Penzberg. Dass nun ein solches Angebot geschaffen wurde, „da sind wir wirklich glücklich und froh darüber“. Denn angesichts des demografischen Wandels würden immer mehr Menschen zuhause betreut. Die Tagespflege sei darum eine „Stärkung der häuslichen Pflege“. Er versicherte den Heim-Verantwortlichen: Die Stadt werde ihnen „weiterhin als verlässlicher Partner zur Verfügung stehen.“ Landrätin Jochner-Weiß lobte die neue Tagespflege als „wirklich wichtige und wertvolle Einrichtung“, mit der die pflegenden Angehörigen entlastet würden und die es den Gepflegten ermögliche, möglichst lange zuhause in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Zudem könnten sie durch den Besuch der Tagespflege trotz Pflegebedürftigkeit soziale Kontakte pflegen. Die Landrätin war sich sicher: Die Tagespflege werde „einen positiven Effekt auf das gesamte Gemeinschaftsgefüge in Penzberg haben“.

Der Ruheraum: Hier können sich die Gäste tagsüber auch einmal hinlegen, um neue Kraft zu tanken.

Wie Einrichtungsleiter Christian Schulz ausführte, können hier maximal zwölf Gäste pro Tag betreut werden; und zwar montags bis freitags jeweils von 9 bis 16.30 Uhr. Trotz Fachkräftemangel sei es gelungen, zwei ausgebildete Mitarbeiter zu finden. Wie Pflegedienstleiterin Petra Wellewill bei einer Führung durch die Räume sagte, würden aktuell bereits sechs Personen betreut. Für weitere gäbe es noch Platz. Sie geht davon aus, dass hier in Kürze monatlich durchschnittlich 30 bis 40 Gäste betreut werden. Aufgenommen würden Personen aus Penzberg, aber auch Pflegebedürftige aus einem Umkreis von bis zu 15 Kilometer um die Stadt herum – das sei der Radius, der vom Fahrdienst des BRK gut gemeistert werden könne. Die Tagespflege sei tageweise und wochenweise buchbar, was abhängig vom Pflegegrad und der Zuzahlung des Gastes sei. Die Tagespflege ist bereits seit Februar in Betrieb.

Weitere Informationen

Wer sich für das Angebot interessiert, kann sich unter Telefon 0 88 56/92 00 21 oder per Mail an tagespflege-pzb@awo-muenchen.de mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.

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