VonKathrin Hauserschließen
Der Penzberger Klaus Miegel wollte eigentlich nur Fußball im Fernsehen sehen. Deswegen schloss er einen Vertrag mit Sky. Aber die Freude währte nur kurz. Zahlen sollte Miegel aber weiterhin.
Penzberg – Die „krachende Niederlage“ für Sky, die der Penzberger Klaus Miegel für den Gerichtstermin am Dienstag vorausgesagt hatte, wurde es nicht, aber er unterlag dem Bezahl-Fernseh-Anbieter auch nicht. Wie das Verfahren ausgeht, ist noch offen. Anlass für die Verhandlung vor dem Zivilrichter, Christian Muhl, am Amtsgericht Weilheim war der Streit um ein Sky-Abo, das der Penzberger im Oktober 2017 für zwei Jahre abgeschlossen hatte (wir berichteten).
Das Gericht hat noch nicht entschieden
Die monatliche Rate für das Fernsehangebot betrug 39,99 Euro. Miegel hatte den Vertrag abgeschlossen, um sich Fußballspiele der Bundesliga und der Champions-League im Fernseher anschauen zu können. Sein Empfangsgerät könne er weiterhin nutzen, hieß es damals bei Sky. Doch das Fußballvergnügen währte nur kurz: Mitten in einem Fußballspiel brach die Übertragung ab und Sky gelang es nicht, das Problem zu beheben, obwohl Miegel mehrmals bei dem Sender danach fragte. „Es hat nicht funktioniert“, erläuterte Miegel in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Weilheim. Keiner habe sich um sein Problem gekümmert. Daraufhin stellte der Penzberger seine Zahlungen ein – und wurde von Sky auf Zahlung der ausstehenden Raten verklagt.
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Miegel will keinen Cent an Sky zahlen
Der Anwalt des Bezahl-Senders rechtfertigte sich: „Wenn nicht gezahlt wird, natürlich kümmert sich Sky nicht.“ „Wenn es nicht geht, dann würden Sie auch nicht zahlen“, erwiderte Miegels Anwalt. „Ich bin in keinster Weise bereit, etwas zu zahlen“, stellte Miegel daraufhin klar. Es lasse sich wohl derzeit keine gütliche Einigung erzielen, sagte der Richter und setzte einen Verkündungstermin auf Anfang Juli fest.
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