- VonWolfgang Schörnerschließen
Die Zahl der Menschen, die sich bei der Penzberger Tafel Lebensmittel holen, ist weiter gesunken. Das Leitungsteam erwartet aber, dass es wieder mehr werden. Seit 2005 gibt es die Einrichtung in Penzberg.
Penzberg – Etwa 160 Menschen würden derzeit von der Penzberger Tafel versorgt, berichtet Ursula Floßmann vom Leitungsteam. 82 Tafel-Ausweise sind derzeit ausgegeben. Die Zahl ist rückläufig. Vor zwei Jahren waren es noch rund 300 Menschen, vor einem Jahr etwa 200. Den Rückgang erklärt sie sich damit, dass zum einen die Wirtschaftslage gut ist und zum anderen weniger Flüchtlinge zur Tafel kommen. Unter den aktuellen Gästen sind aber auch weiterhin viele Senioren und alleinerziehende Mütter, außerdem 45 Kinder. Was Ursula Floßmann zu denken gibt, ist der Fall einer Mutter, die den Tafelausweis zurückgeben wollte, weil sie Arbeit gefunden hatte, aber trotz Arbeit weniger Geld hat als vorher.
Penzberger Tafel-Team erwartet wieder Anstieg
Weil sich die Wirtschaftslage eintrübt, rechnet Ursula Floßmann damit, dass die Zahl der Tafel-Gäste wieder steigen wird. Das hatte jüngst auch Werner Gölz vom Leitungsteam prognostiziert: „Ich glaube, dass es leider wieder nach oben geht.“ So gibt es laut Floßmann Menschen, die von der HAP-Schließung betroffen sind und nun zur Tafel kommen.
Penzberger Tafel: Rund 80 Helfer sind ehrenamtlich engagiert
Rund 80 Helfer arbeiten derzeit ehrenamtlich für die Penzberger Tafel, die von der evangelischen Gemeinde, der katholischen Pfarrei und vom Caritasverband getragen wird. Eine der Helferinnen ist Cornelia Breu. Seit drei Jahren ist sie dabei. Am Donnerstag gab sie bei der traditionellen „Weihnachtstafel“ Lebensmittel aus. „Ich mache das von Herzen gern“, sagt sie. „Die Menschen wachsen einem ans Herz.“ Zu ihren eigenen Kindern habe sie am Tag zuvor gesagt, sie freue sich schon auf die strahlenden Kinderaugen. Seit acht Jahren hilft Brigitte Greppmair: „Weil ich Zeit habe und gerne helfe.“ Sie freue sich, wenn sich die Leute freuen, sagt sie über ihre Motivation. Eva Kreter ist seit Herbst 2005 Tafel-Mitarbeitern. Wenige Monate nach der Gründung stieß sie dazu, „weil ich mich engagieren und weil ich helfen wollte“. Ursula Floßmann richtet ihren Dank denn auch an die Helfer, ohne die die Tafel nicht funktionieren würde, aber auch an die Sponsoren, die die Tafel unterstützen, wozu auch die Stadt gehört, wie sie betont. Weitere Helfer könnte die Tafel aber gut brauchen, wenn sie donnerstags, also am Tag der Tafel-Ausgabe, Zeit haben, genauso Ehrenamtliche, die Auto fahren können.
Helfer und Spender deckten eine „Weihnachtstafel“
Für die „Weihnachtstafel“ am Donnerstag hatten der „Inner Wheel Club Pfaffenwinkel“ Päckchen vom Weihnachtswunschbaum, der Rotary-Club Fleisch, die Seeshaupter Seeresidenz Kaffee und Honig und Bürgermeisterin Elke Zehetner Lebkuchen mitgebracht. Und die beiden Pfarrer Julian Lademann und Bernhard Holz gaben Butter und Stollen aus.
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