- VonWolfgang Schörnerschließen
Mit Bäumen, grünen Inseln und Fußwegen soll der Vorplatz des neuen Penzberger Familienbads gestaltet sein. Den Rahmen werden zusätzlich die bestehenden zwei Turnhallen und das geplante Parkhaus bilden. Architektin Ingrid Liebald legte nun einen Vorentwurf vor. Die Kosten für den Vorplatz des Bads werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.
Penzberg – Als „grünes Herz“ mit markanten Bäumen stellt sich die Münchner Architektin Ingrid Liebald den künftigen Vorplatz beim neuen Familienbad vor. Deutlichen Vorrang sollen dort Fußgänger und Radfahrer genießen. Als Leitbild für die Gestaltung sieht sie die „seltenen, faszinierenden und ortstypischen Moore“. Konkret bedeutet das ihr zufolge, dass Birken, vereinzelt Nadelhölzer, Gräser, Moose, silbriges Holz und Natursteine die Hauptrolle auf dem Vorplatz spielen sollen. Die großzügigen Grüninseln würden die Besucher lenken, Räume bilden und Sichtachsen öffnen, so die Architektin. Unterschiedliche Beläge sollen den Platz zusätzlich gliedern. Dazu gibt es Sitzelemente aus Holz vor dem Bad-Eingang.
Vorplatz des Familienbads: Kosten werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt
Ihre Ideen präsentierte Ingrid Liebald vom Münchner Planungsbüro „Liebald+Aufermann Landschaftsarchitekten“ vor kurzem dem Penzberger Ausschuss für Stadtentwicklung. Dort fand der Vorentwurf geschlossen Zustimmung. Der Ausschuss segnete im gleichen Atemzug auch die Kosten ab. Sie werden demnach aktuell auf 1,5 Millionen Euro geschätzt, was etwa 200 000 Euro mehr ist, als bei der Haushaltsberatung im vergangenen September gedacht. Hinzu kommen noch das Umfeld des geplanten Parkhauses und der Energiezentrale für 380 000 Euro sowie eine Stützwand für rund 40 000 Euro, um das Parkhaus um etwa eine Etage im Erdreich zu versenken.
Neuer Standort für künftiges Parkhaus ist „zentral und optimal“
Positiv sieht die Architektin, dass das Parkhaus nun nahe dem Familienbad gebaut werden soll. Bis Ende 2019 war als Standort noch die bestehende Kinderkrippe an der Birkenstraße vorgesehen (wir berichteten). Das Parkhaus sei nun „zentral und optimal“ an Birkenstraße und Seeshaupter Straße angeschlossen, erklärte sie. Dies verhindere auch einen Suchverkehr. Bevor Autos zum Vorplatz fahren, würden sie in das Parkhaus geleitet. Dort sollen einmal 160 Autos Platz finden und auch die Stellplätze für die Mitarbeiter des Familienbads und der Turnhallen untergebracht sein. Die benötigten Fahrradabstellplätze werden laut Architektin dezentral bei den Gebäudeeingängen untergebracht: 66 Fahrrad-Abstellplätze beim Familienbad, 20 bei der alten Wellenbad-Turnhalle und 22 bei der Landkreis-Turnhalle.
Vorplatz des Familienbads vor allem für Fußgänger und Radler
Laut dem Vorentwurf können zwar Autos auf den Platz fahren, zum Beispiel um dort Besucher aussteigen zu lassen oder zu holen. Der Platz werde aber so gestaltet, dass sich „der Autofahrer unwohl fühlt durch die Einengungen“, so Ingrid Liebald. Alternativ können ihr zufolge aber auch eine Schranke, Poller oder Steine eingeplant werden. Was auf den Platz in jedem Fall darf, sind Feuerwehr, Anlieferverkehr und Müllentsorger. Im Ausschuss stieß die Gestaltung des Vorplatzes auf Zustimmung. Befürchtet wurde dort allerdings, dass zu viele Autofahrer auf den Platz fahren, um Besucher direkt vor die Hallenbad-Tür zu bringen. Für solche Zwecke könnten laut Architekten auch Kurzzeitparkplätze vor einer Schranke angeordnet werden.
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