- VonWolfgang Schörnerschließen
Ein Penzberger (16) hat beim Landesfinale von „Jugend forscht“ einen Preis ergattert - für eine Arbeit über Tiere, die manchem Aquarium-Freund das Fürchten lehrt.
Penzberg – Der Penzberger André Stapelfeldt (16) hat beim Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ einen zweiten Platz erreicht. Er qualifizierte sich damit zwar nicht fürs Bundesfinale in Chemnitz. Der junge Mann gewann aber für seine spezielle Arbeit über Strudelwürmer einen Sonderpreis: Der Gymnasiast darf nun an einem Seminar des „Elitenetzwerks Bayern“ teilnehmen, das Nachwuchswissenschaftler fördert.
Landesfinale von „Jugend forscht“ mit 88 Jungforschern
André Stapelfeldt, der das Max-Rill-Gymnasium Schloss Reichersbeuern besucht, hatte sich Ende Februar mit 87 anderen Jungforschern für das Landesfinale in Vilsbiburg qualifiziert. Dort präsentierten sie, allein oder im Team, diese Woche insgesamt 56 Projekte. Sie hätten gezeigt, welches Potenzial in den Jugendlichen stecke, lobte Kultusminister Michael Piazolo. Bei dem Landeswettbewerb, der von dem Unternehmen „Dräxlmaier Group“ ausgerichtet wurde, qualifizierten sich elf junge Leute für das Bundesfinale.
Beim Regionalfinale in Schongau Ende Februar hatte André Stapelfeld aus Penzberg mit seiner Arbeit richtig abgeräumt.
Penzberger (16) mit Arbeit über Aquarium-Plagegeister
André Stapelfeldt hatte sich in seiner Arbeit damit beschäftigt, wie sich eine bestimmte Gattung der Strudelwürmer vermehrt. Was durchaus praktischen Nutzen hat. Diese Tiere seien zwar sehr gut erforscht, man wisse aber nicht, unter welchen Bedingungen sie sich am besten vermehren, so der Penzberger. Wichtig ist dieses Nutzen in der Aquaristik. Denn Strudelwürmer können Schnecken, Garnelen und Fischlaich befallen und töten. André Stapelfeldt erforschte, mit welchen Wasserwerten die Vermehrung eingedämmt wird. Durch diese Methode, erklärt er, könnten Chemikalien und Medikamente oder andere Methoden vermieden werden.
Lesen Sie auch: Vor einem Jahr hatte schon einmal ein junger Penzberger von sich reden gemacht: Paul Bunk holte Gold bei der Biologie-Olympiade in Teheran.
Auch interessant: Der Biotech-Konzern Roche investiert Millionen in Penzberg.