Lesefestival auf dem Stadtplatz

„StadtLesen“ kommt wieder nach Penzberg

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StadtLesen 2018 am Penzberger Stadtplatz.
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258 Städte haben sich für das „StadtLesen 2020“ beworben. Penzberg gehört zu den 27 Kommunen im deutschsprachigen Raum, die dafür ausgewählt wurden. In der Stadtbücherei und im Rathaus herrscht Freude. Nun geht es darum, Ideen für das große Lesefestival zu finden.

Penzberg – Bereits in der Bürgerversammlung hatte Bürgermeisterin Elke Zehetner verraten, dass Penzberg nach 2018 erneut den Zuschlag für das Lesefestival erhalten hat. Es soll nächstes Jahr von Donnerstag bis Sonntag, 1. bis 4. Oktober, auf dem Stadtplatz stattfinden, wie Stadtbüchereileiterin Katrin Fügener nun bestätigte. „Die Ideenschmiede läuft bereits auf Hochtouren.“ Beim „StadtLesen“ soll es wieder ein „buntes Rahmenprogramm“ geben, ähnlich wie 2018, als Autorenlesungen, Poetry-Slam und ein Harry-Potter-Tag in acht Sprachen das Publikum anlockten.

StadtLesen 2020 kommt nach Penzberg: Über 250 Städte hatten sich beworben

Für das „Stadtlesen 2020“ hatten sich laut Fügener 258 Städte beworben. 27 Städte erhielten den Zuschlag. In Bayern sind es neben Penzberg nur München, Fürth und Bad Reichenhall. Initiiert wurde das „StadtLesen“-Festival vor über zehn Jahren von der Salzburger „Innovationswerkstatt“ und ihrem Leiter Sebastian Mettler. Die Initiative wird dafür sorgen, dass der Penzberger Stadtplatz Anfang Oktober zur großen Lesebühne mit Sitzkissen und Bücherschränken wird. Außerdem organisiert sie selbst eine Autorenlesung. Den Rest des Festivals muss die Stadtbücherei – sie setzt wieder auf Sponsoren – mit eigenen Ideen füllen.

StadtLesen: Zum zweiten Mal nach 2018 in Penzberg

In Penzberg wird das „StadtLesen“ zum zweiten Mal stattfinden. „Wir sind da schon stolz“, sagt Büchereileiterin Fügener. Eine Besonderheit ist die Wiederholung allerdings nicht, wie das Beispiel Bad Tölz zeigt. Welche Entscheidungskriterien die Initiative hat, weiß Fügener nicht. Um den Zuschlag zu erhalten, braucht es beim Voting viele Kommentare, die für eine Stadt werben. „Wichtig ist auch, dass ein Platz mit Atmosphäre vorhanden ist“, so Fügener. Was sonst noch zählt, ist jedoch unbekannt. Die „Liebe zum Detail“, die die Stadtbücherei im September 2018 gezeigt hat, sei sicher auch ein Kriterium gewesen, glaubt Bürgermeisterin Zehetner. „Es war 2018 ja ein Füllhorn an Aktivitäten.“ Damals zählte die Stadtbücherei etwa 2500 Besucher, inklusive 450 Kinder beim Schulprogramm. Auf die Schulen setzt Katrin Fügener auch beim „StadtLesen 2020“. Sie hofft, dass für die Schulen eine Teilnahme diesmal einfacher wird, weil das Schuljahr schon etwas fortgeschrittener ist. Die Zahlen von 2018, so Fügener, wolle man jedenfalls toppen.

Für die Eröffnung am 1. Oktober organisiert die „Innovationswerkstatt“ wieder eine Autorenlesung. Sie hat zudem neue Leselounges und mehr Bücher angekündigt. Die Stadt muss der Initiative dafür 8500 Euro überweisen. Für die folgenden Tagen organisiert die Bücherei weitere Veranstaltung, eventuell mit Kooperationspartner. „Man würde sich das jedes Jahr wünschen“, sagt Zehetner. „Die Leute lieben es.“

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Aufruhr gab es kürzlich wegen eines ganz anderen Vorfalls auf dem Stadtplatz in Penzberg. Über den Monitor an der Bushaltestelle lief plötzlich ein Schmuddelfilm

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