Wellenbad: Am 30. Juni ist Schluss - Stadtwerke legen Zeitplan für Neubau vor

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So soll das neue Hallenbad in Penzberg aussehen, rechts der Turm mit der Spaßrutsche.
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Noch sieben Wochen – bis zum 30. Juni – läuft der Badebetrieb im Wellenbad. Bis 12. Juli bleibt es für die Schulen und deren Bundesjugendspiele geöffnet. Dann ist Schluss. Kurz darauf startet der Abbruch. Die Eröffnung des neuen Hallenbads soll im Dezember 2021 sein. Die Stadtwerke legten nun einen detaillierten Zeitplan vor.

Penzberg – Nicht mehr lange, dann wird das 43 Jahre alte Wellenbad abgerissen. An dessen Stelle entsteht ein neues Hallenbad mit 25-Meter-Becken, fünf Bahnen und Sprungturm, Kombibecken und Eltern-Kind-Bereich, Sauna und Spaßrutsche. An den Plänen habe sich nichts geändert, sagte Jens-Wilhelm Brand vom Ingenieurbüro Constrata am Mittwoch in der Stadtwerke-Sitzung. Zugleich legte er einen detaillierten Terminplan für die nächsten zweieinhalb Jahre vor. Eröffnungstag des neuen Bads soll Freitag, 10. Dezember 2021 sein.

Der Terminplan bestätigt weitgehend die bisher genannten Zeiten. Bereits beendet sei eine Untersuchung zu Kampfmitteln auf dem als Verdachtsfläche eingestuften Areal. Derzeit, so Brand, laufe die „Bergsicherung“ – erkundet wird, ob es Hinterlassenschaften aus Bergbauzeiten gibt. „Wenn wir Glück haben, muss nicht in hohem Maß verfüllt werden“, sagte er. Ebenso laufe momentan die Ausschreibung für die vorbereitenden Maßnahmen, die am 8. Juli starten sollen. Dabei geht es zum Beispiel darum, die Fernwärmeleitung neu zu verlegen sowie das Wellenbad von Wasser und Strom zu trennen.

Wellenbad Penzberg: Eigentliche Abbruch startet am 22. Juli

Der eigentliche Abbruch – der Auftrag soll Mitte Juni vergeben werden – beginnt laut Plan am 22. Juli und soll 70 Tage bis 25. Oktober dauern. Vorausgesetzt, so Brand, die Ausschreibungsergebnisse sind positiv und die Ausführungsplanung sorgfältig. Sorgen wegen Lärm und Staub in dieser Zeit haben allerdings Eltern der benachbarten Kinderkrippe. Bürgermeisterin Elke Zehetner sagte, es habe ein Gespräch mit der Tagesstätte gegeben. „Es kommt nicht mehr wie früher die große Stahlkugel und dann staubt’s“, sagte sie. Abbrucharbeiten würden heutzutage anders verlaufen.

Neues Hallenbad: Eröffnung soll im Dezember 2021 gefeiert werden

Im Anschluss, so Brand, folgen die Erdarbeiten und die Gründung mit Bohrpfählen, was bis Februar 2020 dauert. Danach geht es an die Rohbauarbeiten, für die 140 Tage angesetzt sind. Im Anschluss wird es laut Zeitplan über ein Jahr dauern, bis das Hallenbad im November in Betrieb geht – zunächst für einen zehntägigen Test. Läuft alles glatt, ist am 10. Dezember 2021 die Eröffnung.

Wohin zum Schwimmen? Alternativen für Vereine und Kurse

Penzberg wird somit für 29 Monate ohne Hallenbad sein. Ulrike Franz von den Stadtwerken berichtete, dass es Anfang April ein Gespräch mit Vertretern von Vereinen, Schwimm- und Aquakursen über Alternativen gegeben habe. Momentan nutzen neben den Schulen sieben Kurse, drei Vereine (SG Oberland, Rehasportverein und TSV) sowie die Wasserwacht das Wellenbad. Es habe sich bei einer Abfrage eine „ganze Latte an Bädern“ ergeben, die sich anbieten: das „trimini“ in Kochel sowie Bäder in Bad Tölz, Weilheim Garmisch, Geretsried (im Bau), Oberammergau und Schongau. Das Garmischer Alpspitzbad, so Franz, habe sogar angeboten, alle Kurse abzudecken, sei ihnen aber zu weit entfernt.

Über die SG Oberland sagte Stadtwerke-Leiter Josef Vilgertshofer, der Verein könne weiter trainieren. Sie hoffe, ergänzte Franz, dass die SG flexibel ist und zum Beispiel Altersgruppen teilt, um die Angebote wahrnehmen zu können. Als „sehr kooperativ“ bezeichnete Zehetner die Schulen. Laut Franz kompensieren sie den Schwimmunterricht auf andere Weise.

Die Stadt wird voraussichtlich die Vereine und die Wasserwacht unterstützen, um zu den Bädern zu kommen. Adrian Leinweber (SPD) verwies auf einen Antrag seiner Fraktion. Dabei geht es darum, Busse für die Fahrten von Penzberg zu den Bädern zu finanzieren. Auf eine Frage von Armin Jabs (BfP) sagte Leinweber, es sollte auch über die Eintrittsgelder geredet werden, „weil alle mehr verlangen als das Wellenbad“. Darüber beraten wird der Stadtrat wohl Ende Mai.

Im Oktober 2018 machte ein Bürgerentscheid den Weg für den Hallenbad-Neubau frei.

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