Bereits viel Geld zusammengekommen

„Verlust des Familienvaters“: Feuerwehrmann stirbt im Hochwasser – Spendenaufruf gestartet

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Am Wochenende stand Pfaffenhofen an der Ilm unter Wasser (Foto). In den Fluten kam auch ein Feuerwehrmann ums Leben. Für seine hinterbliebene Familie gibt es nun einen Spendenaufruf.
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In der Nacht auf Sonntag ist ein Feuerwehrmann in den Hochwasserfluten ums Leben gekommen. Für seine Familie gibt es nun einen Spendenaufruf.

Pfaffenhofen an der Ilm – Insgesamt fünf Tote hat Süddeutschland aktuell (Stand Mittwoch, 5. Juni, Vormittag) zu beklagen. Einer davon ist ein 42-jähriger Feuerwehrmann aus Pfaffenhofen an der Ilm. Der Mann ist im Kampf gegen das verheerende Hochwasser, das weite Teile Bayerns in den vergangenen Tagen heimsuchte, gestorben. Als Hilfe für die zurückbleibende Familie gibt es nun einen Spendenaufruf.

Feuerwehrmann stirbt im Hochwasser – Boot kippte in den Fluten um

Der tragische Vorfall, bei dem der Mann ums Leben kam, ereignete sich in der Nacht auf Sonntag, 2. Juni. Laut Polizei kenterte das Rettungsboot, in dem er sich befand, an einem unterspülten Haus in der Nähe der Ortschaften Affalterbach und Uttenhofen. Mehrere Menschen waren dort gegen 23.00 Uhr von den Wassermassen eingeschlossen.

Vier Feuerwehrleute waren an Bord des Bootes, das für den Rettungseinsatz eingesetzt wurde. Als sie versuchten, sich dem Haus zu nähern, kippte das Boot um. Drei der Besatzungsmitglieder konnten sich aus den Fluten retten. Der vierte wurde zunächst vermisst und wurde gegen 2.20 Uhr von anderen Rettungskräften tot aus dem Wasser geborgen.

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Beileidsbekundungen aus der Politik – Söder und Habeck zeigen sich erschüttert

Die Politik zeigte sich tief bestürtzt über den Tod des Familienvaters. Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident, sprach von „schrecklichen Nachrichten in einer eh schon schlimmen Situation“. „Das macht fassungslos und ist ein Stich ins Herz“, äußerte der CSU-Chef auf X. „Sein Einsatz und Engagement für die Mitmenschen werden immer in Erinnerung bleiben“, betonte Söder. „Wir alle trauern. Das tut einfach nur weh.“

Robert Habeck, der Vizekanzler und Grünen-Politiker, bezeichnete den Tod des Feuerwehrmanns als „furchtbar“. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement: „Die Einsatzkräfte, ehrenamtliche wie hauptberufliche, riskieren in den Hochwassergebieten ihr Leben, um Menschen zu retten“, sagte der Wirtschaftsminister. „Es ist ein großes Zeichen, diese Verantwortung zu übernehmen. Wir sollten immer wieder dankbar sein, dass es diese Menschen gibt.“

Spendenaufruf soll Familie unterstützen – „Verlust des Familienvaters“

Der 42-jährige Feuerwehrmann hatte eine Familie – die soll nun durch einen Spendenaufruf finanzielle Unterstützung erhalten. Auf spendenseite.de kann man für seine Hinterbliebenen spenden. „Diese Spendenaktion wird von Angehörigen organisiert, und kommt ausschließlich bei der betroffenen Familie an, um finanzielle Rücklagen aufgrund des Verlustes vom Familienvater zu schaffen“, heißt es in dem Aufruf.

„Alternativ kann auch über den Landesfeuerwehrverband Bayern unter Angabe des Verwendungszweck ‚Todesfall Ehrenberg-Pfaffenhofen‘ per Überweisung gespendet werden“, schreiben die Autoren des Spendenaufrufs. Abschließend bedanken sie sich noch bei allen Spenderinnen und Spendern.

Flutschäden in Bayern: Fotos zeigen Ausmaß der Zerstörung

Autos laufen voller Wasser: Hier steht ein Auto im Hochwasser der Mindel in einem Wohngebiet.
Autos laufen voller Wasser: Hier steht ein Auto im Hochwasser der Mindel in einem Wohngebiet. ©  Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Teile der Burgruine Falkenstein im oberbayerischen Flintsbach sind nach heftigen Regenfällen abgerutscht.
Teile der Burgruine Falkenstein im oberbayerischen Flintsbach sind nach heftigen Regenfällen abgerutscht.  © David Pichler/dpa
Überflutete Straßen sorgten in Offingen für festgesteckte Lkws und Autos.
Überflutete Straßen sorgten in Offingen dafür, dass Lkws und Autos stecken blieben. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Frank Anschütz räumt vor seinem zerstörten Haus in Offingen auf. Während das Hochwasser in seinem Haus stieg, kam es zu einem Brand in der Küche, die durch das Feuer zerstört wurde.
Frank Anschütz räumt vor seinem zerstörten Haus in Offingen auf. Während das Hochwasser in seinem Haus stieg, kam es zu einem Brand in der Küche, die durch das Feuer zerstört wurde.  © Stefan Puchner/dpa
Frank Anschütz steht in seiner zerstörten Küche, alles wurde zerstört.
Frank Anschütz steht in seiner zerstörten Küche, alles wurde zerstört. © Stefan Puchner/dpa
Zahlreiche Keller liefen in Bayern voll, vielerorts konnte noch nicht abgepumpt werden, die Schäden sind auch für die Statik der Häuser enorm.
Zahlreiche Keller liefen in Bayern voll, vielerorts konnte noch nicht abgepumpt werden, die Schäden sind auch für die Statik der Häuser enorm. © IMAGO
Ein Hof samt Gebäude wurden in Offingen von der Mindel überflutet. Fahrräder und ein Motorrad stehen im Wasser.
Ein Hof samt Gebäude wurden in Offingen von der Mindel überflutet. Fahrräder und ein Motorrad stehen im Wasser. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Baugebiete wie hier im bayerischen Offingen werden geflutet.
Baugebiete wie hier im bayerischen Offingen werden geflutet. © dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Aufräumarbeiten dauern vielerorts an, die hinterlassenen Schäden werden oft erst nach Rückgang des Wassers sichtbar. Hier in Pfaffenhofen wurde der Heizungskeller sowie die Garage überschwemmt.
Aufräumarbeiten dauern vielerorts an, die hinterlassenen Schäden werden oft erst nach Rückgang des Wassers sichtbar. Hier in Pfaffenhofen wurden der Heizungskeller sowie die Garage überschwemmt. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Überschwemmter Bauernhof im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm: Das Haus und Grundstück samt Ernteacker wurden teils überflutet.
Überschwemmter Bauernhof im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm: Das Haus und Grundstück samt Ernteacker wurden teils überflutet. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Eine überflutete Terrasse in Günzburg: Betroffene müssen zahlreiche Möbel aufgrund von Wasserschäden wegwerfen.
Eine überflutete Terrasse in Günzburg: Betroffene müssen zahlreiche Möbel aufgrund von Wasserschäden wegwerfen. © IMAGO/Michael Bihlmayer

Einiges an Geld ist bereits zusammengekommen: insgesamt 52.050 Euro (Stand 5. Juni, 11 Uhr). Die Top 3 der Spenden zählen jeweils Beträge von mehr als 1.000 Euro. Durch die Spenden-Hilfe hat die verbliebene Familie somit nicht auch noch eine finanzielle Notlage zu stemmen. (fhz)

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