VonChristiane Mühlbauerschließen
Endspurt auf der Baustelle am Walchensee: Der Anbau an die Rettungsstation der Wasserwacht ist bald fertig. Die Einweihung soll zu Pfingsten gefeiert werden.
Walchensee – Seit Ende April vergangenen Jahres sind die Mitglieder der Wasserwacht zusätzlich zum Rettungsdienst mit dem Anbau beschäftigt. Dieser ist dringend notwendig, denn die fast 40 Jahre alte Willy-Mayer-Rettungsstation am Seeufer platzt aus allen Nähten. So gab es zum Beispiel keinen eigenen Sanitätsraum.
Doch in der bevorstehenden Sommersaison können die Retter dann unter deutlich verbesserten Bedingungen Wache schieben und Patienten versorgen. Allein die Walchenseer Wasserwacht verzeichnet pro Jahr rund 130 Einsätze.
Die Hälfte der 20 Aktiven ist aber auch noch als „Helfer vor Ort“ unterwegs. Das heißt, die Männer und Frauen sind rund um die Uhr einsatzbereit, etwa für häusliche Notfälle oder bei Verkehrsunfällen. Denn bis der Rettungsdienst in der abgeschiedenen Ortschaft eintrifft, kann unter Umständen einige Zeit vergehen.
Der Anbau an die Wasserwachthütte ist 40 Quadratmeter groß. „Wir sind schon relativ weit“, freut sich Wasserwacht-Chef Alois Grünwald. Das eine Zimmer wird ein Sanitätsraum, das andere ein Material- und Umkleideraum. Somit kann die Ausrüstung, auch wenn sie nass ist, sachgemäß gelagert und getrocknet werden. Auch die kleine Küche wird modernisiert.
Viel Arbeit haben die Ehrenamtlichen in den vergangenen Monaten selbst hinein gesteckt. „An einem eigenen Projekt zu arbeiten, das schweißt nochmal ganz anders zusammen“, sagt Grünwald. Vom Innenausbau konnte sehr viel selbst gemacht werden, zum Beispiel die Elektrik. Für andere Sachen – etwa Fußböden – wurde aber ein Profi herangezogen. Die Wasserwachtler sind dankbar, dass sie von vielen Handwerkern Unterstützung erfahren haben. Auch aus der Bevölkerung wurde mit großem Engagement für den Anbau gespendet. Ihnen allen wird Grünwald bei der Einweihung, die in der Zeit um Pfingsten geplant ist, danken.
Derzeit werden noch kleinere Arbeiten erledigt, so bringt man Lampen an und montiert elektrische Heizkörper. Wenn dann wahrscheinlich in wenigen Wochen die Saison am Walchensee los geht und die ersten Frühlingsgäste kommen, ist man in der Rettungsstation gerüstet. „Wir sind froh, dass wir das Projekt angepackt und durchgezogen haben“, sagt Grünwald.
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