„Kämpfen, kämpfen, kämpfen“

Podiumsdiskussion: Die Landtagsdirektkandidaten im O-Ton

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„Ich bin mit der Klimadebatte aufgewachsen“: Bruno Peetroons (SPD).

Lesen Sie hier, was die Kandidaten alles wortwörtlich gesagt haben.

„Ich hab es nicht ganz geschickt gefunden von Herrn Schuchmann, dass er der Erste ist, der das infrage stellt.“
Ilse Aigner (CSU) über die Aussage von BRB-Chef Arnulf Schuchmann, dass er nicht glaube, dass die Elektrifizierung jemals kommt

„Ich habe den Wert von Bildung gesehen, auch in Form meiner eigenen Historie, und muss einfach feststellen, das die Rahmenbedingungen im Freistaat nicht so sind, wie sie sein müssten. Unser Bildungssystem in Bayern ist dringendst reformbedürftig.“
Dirk Kreder (FDP)

„Die Klimadebatte wird dazu benutzt, um freiheitsfeindliche Maßnahmen einzuführen und die Bürger immer weiter mit Steuern und Abgaben zu belasten.“
Jurij Kofner (AfD)

„Ich glaub, da gibt es keinen richtigen Weg dafür. Ich hätte nicht in seiner Haut stecken wollen.“
Martin Rosenberger (FW) über Hubert Aiwangers Umgang mit der Flugblatt-Affäre

„Der Dieselzug muss so schnell wie möglich weg. Es gibt drei Alternativen: Elektrifizierung mit Oberleitung, Batterie- oder Wasserstoffzüge. Aus meiner Sicht müssen wir alle drei gleichrangig sehen. Und wir müssen das machen, was am allerschnellsten geht.“
Gerhard Waas (Grüne)

„Ich kann behaupten, meine Generation wirklich zu vertreten.“
Bruno Peetroons (SPD)

„Kämpfen, kämpfen, kämpfen – wir kämpfen immer.“
Aigner auf die Frage, was sie für bessere Ergebnisse der CSU tun kann

„Man könnte auch drüber nachdenken, die Mehrwertsteuer für die Bauindustrie abzusenken in dieser kritischen Phase.“
Kreder über die hohen Bau- und Wohnungspreise

„Ich hab’ auch beim Heizungsgesetz dagegen geredet, aber nicht in der Öffentlichkeit.“
Waas auf die Frage, wie weit er in seinen Entscheidungen von der grünen Linie abweichen würde

„Ich bin dann von 15 auf vier oder fünf vorgeprescht, aufgrund tausend ehrenamtlicher Tätigkeiten und einfach, weil ich ein guter Kerl bin.“
Rosenberger über seine Wahl in den Miesbacher Kreistag

„Ich habe durchaus bei der letzten Parteiabstimmung über den Parteivorsitz gegen den jetzigen Kanzler abgestimmt.“
Peetroons

„Niemand verleugnet in der AfD den Holocaust, niemand verharmlost ihn – das ist absoluter Unsinn.“
Kofner

„Also anschließend kam nichts mehr?“
Moderator Stephen Hank zu Peetroons, nachdem der SPD-Kandidat einen perfekten Kanzler als eine gute Mischung aus Willy Brandt und Helmut Schmidt beschrieben, Schröder und Scholz aber nicht erwähnt hatte

„I bin a guada Kerl, glaab i“, sagt Martin Rosenberger (FW, r.) hier mit Moderator Stephen Hank.

„Ich muss gestehen, ich hab’ einen CSU-Antrag schon daheim liegen gehabt. Aber der ist dann irgendwie untergegangen in der Zettelwirtschaft.“
Rosenberger auf die Frage, wie er zu den Freien Wählern gekommen ist

„Wobei ich dazu sagen muss, dass ich im Alter von 16 Jahren den Ortsverband der Grünen in Bad Urach mit Cem Özdemir gegründet habe. Also vielleicht auch ein Beispiel, wie man sich wandeln kann.“
Kreder mit Blick auf Peetroons (23), der zuvor einen politischen Meinungswandel für sich eher ausschloss

„Ich bin 2021 eingetreten, genau auf dem Höhepunkt, als es anfing mit der Beobachtung der AfD, und da hab’ ich mir gedacht, jetzt erst recht, weil die Leute sagen die Wahrheit.“
Kofner

„Ein bisschen Schadenfreude darf auch sein.“
Aigner über Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), der als ehemaliger Stromtrassen-Gegner den Bau nun umsetzen muss

„Tegernsee und Schliersee sind touristische Gebiete. Die müssen wir erhalten. Ich geh’ da ganz mit, dass wir erst mal neben der Autobahn Photovoltaik bauen.“
Peetroons

„Stand heute muss man sagen, diese Technologie ist grenzwertig wirtschaftlich, so sehr ich sie unterstütze aus Umweltgesichtspunkten. Ich denke, dass solche Projekte nicht in Gemeindehände gehören, sondern auf höherer Ebene aufgefangen werden müssen.
Kreder zur Geothermie Holzkirchen

„Wir müssen alles dafür tun, unsere Wälder zu erhalten.“: Gerhard Waas (Grüne).

„Keine Gemeinde kann das Risiko auf sich nehmen, bei einer Bohrung nicht fündig zu werden. Das muss staatlich abgesichert werden.
Waas, ebenfalls zur Geothermie

„Eine wirklich große Herausforderung sind die sozialen Medien, die Beschimpfungen sind mittlerweile wirklich übelst. Das ist eine Herausforderung, die mich wirklich beschäftigt.“
Aigner

„Wir haben das Glück, in einer Demokratie zu sein.“
Rosenberger auf die Frage, ob man mit Parolen wie „Man muss die Demokratie zurückholen“ weiterkommt.

„Ein neues Gesetz, zwei alte raus – und eine Verfallsklausel.“
Aigner zum Thema Bürokratieabbau

Klare Ansage: Dirk Kreder (FDP, l.) richtete sich am Schluss direkt an Jurij Kofner (AfD).

„Natürlich will niemand (verbal) zündeln und vor allem nicht in der AfD, aber das Letzte, was wir brauchen, ist die Unterkunft an sich, würde ich sagen.“
Kofner zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in Holzkirchen

„Es ist ungemein wichtig, dass die Demokraten zusammenstehen und gemeinsam nach Lösungen suchen – ohne plumpe, einfache, politische Statements abzugeben, die polarisieren.
Kreder am Schluss zu Kofner

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