Schnee-Wende in Bayern im Anmarsch: „Polarluft-Attacke“
VonKatarina Amtmann
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Die Menschen in Bayern dürfen sich mancherorts auf fast 20 Grad freuen – und das im November. Doch ein heftiger Wetterwechsel steht bevor.
München - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Bayern ungewöhnlich milde Novembertage. Mit dem Wochenende wird es allerdings feuchter und frischer.
Wetter in Bayern: Spätsommer im November, dann kommt die „Polarluft-Attacke“
Leichter Frost nachts, ungewöhnlich milde Temperaturen tagsüber und vielerorts Sonne – so lässt sich das Wetter im Freistaat zusammenfassen. In den nächsten Tagen verwöhnt das Wetter die Bayern noch einmal, bevor es am Wochenende kälter und regnerischer wird. Mit der kommenden Woche könnte es dann zunehmend winterlicher im Freistaat werden, wie der DWD vorhersagt. Mancherorts dürfte Schnee fallen.
Der Vorhersage zufolge gelangt am Mittwoch am Rande einer Hochdruckzone zunächst trockene und für die Jahreszeit sehr milde Luft nach Bayern. In Bodennähe kann es aber zunächst feucht-kühl bleiben. An den Alpen, in Teilen des Vorlandes und Richtung Bayerischer Wald liegen die Temperaturen am Morgen knapp unter dem Gefrierpunkt. In der kommenden Nacht wird im Süden Bayerns und am Bayerischen Wald leichter Frost erwartet.
Am Donnerstag zeigt sich dann vielerorts die Sonne. Nur am Bodensee und entlang einiger Flüsse (Main, Donau, Naab) wird mit Nebel gerechnet. Am Alpenrand sind laut DWD sogar Temperaturen nahe 20 Grad möglich.
Sonne und milde Temperaturen in Bayern – dann folgt der Kaltlufteinbruch
Wenn sich der Nebel am Freitag verzogen hat, wird es südlich der Donau sonnig. Im Norden sind teilweise Wolken möglich, aber es bleibt trocken. Die Temperaturen liegen zwischen 10 und 16 Grad. In Alpennähe sind bei schwachem Föhn erneut bis zu 21 Grad möglich.
Dass in dieser Jahreszeit normalerweise andere Temperaturen herrschen, machen auch die Experten von Kachelmannwetter auf X deutlich. „Derzeit ist es zu warm für die Jahreszeit & am Freitag sind um 18 Grad zu erwarten. Lokal bis 20 Grad“, heißt es dort am Mittwochmorgen am Beispiel von München. Und weiter: „Nächste Woche kommt es zu einem Kaltlufteinbruch und es wird frühwinterlich kalt mit ersten Schneeflocken.“
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Das bestätigt auch Meteorologe Dominik Jung in seiner wetternet-Prognose. Überschrieben ist das Video mit „Irre Wetterlage: Erst Saharaluft – bis 22 °C möglich! Dann: Polarluft-Attacke mit Schnee: bis 10 cm“. In mittleren und höheren Lagen ist laut Jung Schnee möglich – von ein paar Zentimetern ist die Rede. „Unten, ja, da ist es meist eben nur Schmuddelwetter“, dämpft er die Hoffnungen auf ein Winterwunderland im Flachland. (Quelle: dpa, DWD, Kachelmannwetter, wetternet) (kam)