VonFlorian Prommerschließen
Kreativ, innovativ, regional: Ab 19. Juli können Start-Ups in einem Pop-Up-Store in Holzkirchen für einen Monat ihre Produkte präsentieren und verkaufen. Die Suche nach Teilnehmern läuft.
Holzkirchen – Das Anforderungsprofil ist klar definiert: Kreativ und innovativ müssen sie sein, vorzugsweise aus der Region. Jungunternehmer und Kunstschaffende, die diese Charakteristik erfüllen, bekommen nun in Holzkirchen die Möglichkeit, sich und ihre Produkte, Ideen oder Dienstleistungen zu präsentieren. Und zwar anders, als sie es bisher vielleicht gewohnt waren: Nicht nur im Internet, sondern in einem Laden, einem sogenannten Pop-up-Store.
Von 19. Juli bis 18. August öffnet dieser Laden für Vor- und Querdenker in der Münchner Straße 12 seine Türen. Auf gut 125 Quadratmetern im Erd- und Untergeschoss ist Platz für zehn individuell dekorierte Verkaufsecken. Von Donnerstag bis Samstag, je von 10 bis 18 Uhr, können die Kunden durch das Angebot stöbern, sich die Ideen vorstellen lassen und den angehenden Unternehmern Feedback geben.
„Die Teilnehmer sollen möglichst oft im Laden sein, um so viel Kundenkontakt wie möglich zu haben“, erklärt Dorien Meima-Schmid. Für die Organisatorin von „Startups and more“ ist der Pop-up-Store in Holzkirchen bereits der vierte im Oberland. Schon seit der gelungenen Premiere voriges Jahr in Miesbach kümmert sie sich um die Akquise der Teilnehmer. Und: „Es wird immer leichter jemanden zu finden, der mitmacht“, sagt sie.
Aktuell läuft die Suche für den Holzkirchner Store. „So schnell wie möglich“ sollen sich Interessenten bei Meima-Schmid melden. Unterstützung bekommt sie von der gemeindlichen Standortförderin Eva-Maria Schmitz. Die sagt: „Wir finden auf jeden Fall noch Unternehmen.“ Passende Kandidaten aus dem Ort habe sie schon im Kopf, Namen will Schmitz freilich (noch) keine verraten.
Der Angebotsvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Pop-up-Store in Bad Tölz, der derzeit die Kunden anlockt, präsentieren sich unter anderem etwa zwei Schreiner, ein Kaffee-Röster und eine Designerin, die passenden Schmuck zum Dirndl ihrer Kundinnen herstellt. Meima-Schmid: „Die verkauft super.“ Dabei muss es nicht mal ein Produkt sein geschweige denn ein Riesensortiment, das auf dem Tresen liegt. „Man kann genauso gut eine Idee oder eine App präsentieren“, sagt die Organisatorin. Hauptsache innovativ, Hauptsache regional.
Ein erster Holzkirchner (Brau-)Kunstschaffender ist bereits gefunden. Wolfgang Sappl, Gründer vom Sappl Bräu, schenkt sein Bier im Pop-up-Store aus. Eine Standgebühr müssen weder er noch die anderen bezahlen. Nur ein Unkostenbeitrag von 100 Euro wird fällig, den Verkaufserlös dürfen sie behalten, das Feedback der Kunden gibt es umsonst obendrauf. Unterstützt wird das Projekt mit 5000 Euro je zur Hälfte von der Marktgemeinde und den Kooperationspartner, der Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing, der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, der Scherbaum Unternehmensgruppe und der Metropolregion München. Und von Thomas Beiner.
Der Inhaber des Ladens an der Münchner Straße, der seit Februar leer steht, verzichtet auf eine Pacht. „Ich finde es eine gute Idee, die jungen Leute so zu fördern“, erklärt Beiner. Im Gegenzug füllen die die vakante Ladenfläche wieder mit Leben und neuen Ideen – zumindest für einen Monat.
Interessierte
können sich für weitere Informationen zur Teilnahme melden unter 01 60 / 1 12 98 42 oder per Mail an info@startupsandmore.de. Gesucht werden auch Schreiner, die Tische zur Verfügung stellen.
