Im April öffnet „Hand‘gmacht“ seine Pforten.

Pop-up-Store in Wolfratshausen: Erfolgsprojekt wird fortgesetzt

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Freuen sich über das gelungene Projekt: (v. li ) Wolfgang Wittman von der Metropolregion München, Stadtmanager Dr. Stefan Werner, Sparkassenvorstand Christian Spindler, die Künstlerinnen Martina Gaydoul und Cornelia Rebhan sowie Organisatorin Dorien Meima-Schmid und Andreas Ross, Wirtschaftsförderer des Landkreises.

In Wolfratshausen steht eine Premiere an: Der Pop-up-Store am Untermarkt war so erfolgreich, dass der Laden als erstes Projekt seiner Art im Landkreis bestehen bleibt.

Wolfratshausen – Handgemachte Kunst aus der Region gab es im November und Dezember in einem Pop-up-Store zu bestaunen. In den ehemaligen Geschäftsräumen der  Sparkasse am Untermarkt 1 verkauften 20 Kreativschaffende ihre selbstgemachten Produkte. Ein Pop-up-Store ist eigentlich ein Geschäft, das nur vorübergehend existiert. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Der Laden in Wolfratshausen bleibt.

„Wir hatten einen sehr, sehr großen Erfolg in Wolfratshausen und viel Laufkundschaft“, sagt Dorien Meima-Schmid in einem Pressegespräch. Sie hat bereits drei Pop-up-Stores im Landkreis initiiert. Der Erfolg des Projekts ist laut der Münchnerin neben der „Toplage“ auch den automatischen Türen zu verdanken. „Jedes Mal, wenn die Leute nebenan zum Bankautomaten gingen, hat sich auch die Tür zu uns geöffnet.“ Dadurch wurden viele auf den Laden aufmerksam. Resultat: 10 000 Euro Umsatz. Das Projekt ist das erfolgreichste seiner Art im Landkreis. Anstatt einer oder zwei Personen waren in Hochzeiten bis zu vier Ausstellende vor Ort, um zu verkaufen.

„Die Kunden haben uns oft gefragt, ob wir länger da sind“, berichtet die Geretsrieder Künstlerin Martina Gaydoul. „Wenn wir erklärten, dass das Geschäft nur vier Wochen existiert, waren sie enttäuscht“. Die Konsequenz: Drei der Ausstellerinnen entschieden sich, den Pop-up-Store bis 2020 als Verkaufsgalerie mit Werkstatt fortzuführen. Im April eröffnen die Fotografin Petra Bauer-Wolfram, Papierhandwerkerin Martina Gaydoul und Lederwaren-Produzentin Cornelia Rebhan ihren Laden „Handg’macht“. „Wir wollen gemeinsam mit anderen heimischen Kolleginnen und Kollegen dauerhaft regionale Produkte anbieten“, so Rebhan. Geht es nach den Kunsthandwerkerinnen, soll sich die Galerie zu einem Treffpunkt für alle Kunst–und Kulturinteressierten entwickeln.

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Stadtmanager Dr. Stefan Werner sieht dies als großen Gewinn für Wolfratshausen: „Neben einer generellen Imageaufwertung profitiert davon auch die andere Händlergemeinschaft.“ Andreas Ross, Wirtschaftsförderer des Landkreises, ist ebenfalls begeistert: Dass ein Pop-Up-Store weitergeführt wird, „das gab es bisher noch nie“.  

kof

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