VonChristiane Mühlbauerschließen
Die Gemeinde Benediktbeuern wird mit der Neugestaltung des Gemeindeparks wohl nicht so schnell anfangen können wie erhofft. Es hängt am Geld.
Benediktbeuern – Die Ausschreibung der Neugestaltung brachte ein ernüchterndes Ergebnis: Es lag nur ein Angebot von einer Firma vor – und das zu einem „mehr als überzogenen Preis“, sagte Roswitha Karger, die neue Leiterin der Dorferneuerungs-Projektgruppe vom Amt für Ländliche Entwicklung. Wie berichtet, wird das Amt die Hälfte der Kosten übernehmen, die andere Hälfte muss die Gemeinde tragen.
Das Angebot von einer Firma aus dem Landkreis Miesbach liegt laut Karger 70 Prozent über dem Schätzpreis. „Das sind Preise fern von jeder Vernunft“, sagte die Baurätin bei der Zusammenkunft im Benediktbeurer Rathaus. Eines der Probleme sei, dass die Firma – ein Erdbau-Unternehmen – für den Auftrag sehr viele Subunternehmer anheuern müsste.
Neuer Anlauf soll Lösung bringen
Deshalb wurde beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben. Nun soll eine überarbeitete und beschränkte Ausschreibung die Lösung bringen. „Hier können wir direkt die Firmen anschreiben“, erklärte Karger. Man wolle bei dem Projekt mit ortsansässigen Betrieben zusammenarbeiten. In Frage dafür kommen Landschaftsarchitekten. Karger hofft, dass es dann bessere Angebote gibt. „Das ist jetzt alles noch nicht so tragisch, weil noch viel Schnee liegt.“ Wenn sich aber auch dann kein passendes Angebot finde, „müssen wir neu denken“.
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