„Eine gute Nachricht für München“: IAA auch künftig zu Gast – trotz Protest
VonJonah Reule
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Die IAA bleibt München treu. Der VDA verlängert den Vertrag bis 2031. Ein Gewinn für die Stadt findet Oberbürgermeister Reiter – trotz Protest.
München – Die Automesse IAA Mobility wird auch in den kommenden Jahren in München ausgerichtet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) habe sich entschieden, den Vertrag mit der Messe München zu verlängern. Das erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller bei der Eröffnung der Messe. Der Vertrag sei um sechs Jahre verlängert worden, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Eine sehr weise Entscheidung“, so der CSU-Chef.
IAA auch die nächsten sechs Jahre in München – OB Reiter spricht von „guter Nachricht“
Der Vorstand des VDA habe die Verlängerung unmittelbar vor der Eröffnungsfeier der diesjährigen Messe beschlossen, berichtete Müller. Damit sei nun gesichert, dass die nächste Veranstaltung in zwei Jahren erneut in München stattfinden werde. Die entsprechenden Verträge sollten noch am heutigen Dienstag unterzeichnet werden.
Seit 2021 wird die IAA Mobility alle zwei Jahre in München abgehalten. Zuvor war Frankfurt der Veranstaltungsort. Der bisherige Vertrag mit der Messe München galt bis 2025. Nun bleibe die Autoschau bis mindestens 2031 in der Stadt, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). „Das ist eine gute Nachricht für München“, sagte er.
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Protest gegen die IAA – „Klima-Kleber“ mit Störungsaktionen
Die IAA in der Münchner Innenstadt stößt bei weitem nicht bei allen auf Gegenliebe. So blockierten Aktivisten am Dienstagmorgen eine wichtige Verkehrsader in München. Dabei setzten sie sich in bester „Klima-Kleber“-Manier auf die Straße und klebten sich an der Fahrbahn fest. In der Folge kam es laut Polizei zu kleineren Verkehrsbehinderungen.
Auf einem See vor dem Messegelände folgte wenig später eine weitere Protestaktion. Dabei begaben sich gleich mehrere Aktivisten mit Schlauchboten auf das Wasser und hielten ein Plakat mit der Aufschrift „Autosaurus muss untergehen! Bus und Bahn statt Autowahn“ nach oben. Im Wasser war zudem eine Autoattrappe samt Dinosaurierkopf zu sehen. Andere Aktivisten forderten zudem Leben zu retten und das Klima zu schützen. Weitere Prosteste sind nicht ausgeschlossen. (jr/dpa)