VonSebastian Grauvoglschließen
Klaus-Maria Mehrschließen
Zwei Protestzüge mit Traktoren und anderen Fahrzeugen ziehen aktuell um den Tegernsee. Der Verkehr ist zum Erliegen gekommen. Später geht es in Miesbach weiter.
Update, 13. Januar, 12.47 Uhr: Die Ampel-Gegner ziehen weiter hupend ihre Runden um den See, was zu Staus und zähfließendem Verkehr führt im gesamten Tegernseer Tal führt. Langsam allerdings geht die Veranstaltungt zu Ende.
Update, 13. Januar, 11.47 Uhr: Noch immer sind Demonstranten in ihren Autos, Traktoren und Lkw rund um den Tegernsee unterwegs. Es herrscht Stop-and-Go-Verkehr auf beiden Bundesstraßen in beiden Richtungen. Glücklicherweise hält sich der Ausflugsverkehr in Grenzen, sodass es nur einen normalen Rückstau auf der B318 von Warngau Richtung Gmund gibt.
Erstmeldung, 13. Januar, 9.33 Uhr: Tegernsee – Zwei Protestzüge mit je etwa 100 Teilnehmern sind in Gmund gestartet und ziehen gerade in entgegengesetzter Richtung um den Tegernsee. Der eine Zug bewegte sich durch Bad Wiessee und rollt mittlerweile durch Rottach-Egern, der andere fährt von Gmund Richtung Tegernsee.
Dementsprechend sind die Auswirkungen auf die Verkehrslage im Tegernseer Tal bei bestem Ausflugswetter: Zwei lange Staus ziehen sich um den Tegernsee. Aktuell staut es sich von Rottach zurück bis Ringsee und in der Gegenrichtung reicht ein Stau nach Gmund bis zum Ortskern Bad Wiessee zurück. Nicht nur im Tegernseer Tal, auch im Kreis Garmisch-Partenkirchen blockieren Bauern-Proteste den Ausflugsverkehr.
Geländewagen mit Deutschlandflaggen statt
Ob man die Tegernseer Protestzüge noch als Bauern-Proteste bezeichnen kann, sei sehr dahingestellt. Die Traktoren sind jedenfalls deutlich in der Minderheit, einige wenige fahren vorneweg. Dahinter überwiegen normale Pkw. Mit dabei ist auch ein Geländewagen in Tarnanstrich. Alle Fahrzeuge sind mit Deutschlandflaggen bestückt. Einige wenige Lkw sind auch dabei.
Nächste Aktion folgt: „Bewegungsfahrt“ in Miesbach ab 14 Uhr
Die Aktion wird nicht die letzte gewesen sein am heutigen Samstag (13. Januar). Ab 14 Uhr soll es zu sogenannten „Bewegungsfahrten im Miesbacher Ortszentrum“ kommen, teilt das Landratsamt Miesbach auf Anfrage mit.
Landratsamt rechnet mit Verkehrsbehinderungen – bis in die Skigebiete
Die Versammlungsbehörde könne jedoch keine Aussage zu tatsächlichen Verkehrsbehinderungen oder anderen Einschränkungen treffen. Es sei aber schon damit zu rechnen, dass es zu Verzögerungen durch die Demonstrierenden kommt. Ein Versammlungsleiter oder Organisatoren waren trotz verschiedener Anfragen unserer Zeitung am Freitag nicht zu ermitteln. Aus Kreisen der Protestbewegung war aber zu hören, dass man sich wohl nicht nur aufs Miesbacher Zentrum beschränken wird.
„Friedlich und freundlich“ bis ins Sudelfeld – Man will aber keinen Wintersportler behindern
Auch die Bundesstraße Richtung Sudelfeld sei eine denkbare Route, um die erwünschte Aufmerksamkeit für die Proteste gegen die Ampelregierung zu erreichen. Man wolle aber dennoch keine Wintersportler oder Ausflügler blockieren, sondern fahre möglichst weit rechts, um andere Fahrzeuge passieren zu lassen. „Friedlich und freundlich“ solle der Protest verlaufen. „Wachrütteln, ohne zu verärgern“, sei das Motto.
Selbstverständlich würden die Zufahrten zu öffentlichen Einrichtungen wie etwa dem Krankenhaus frei gehalten. Dazu ruft auch das Landratsamt erneut auf. Hier sind übrigens zwei weitere Veranstaltungen fürs Wochenende angemeldet: je ein Mahnfeuer am Samstag um 19 Uhr am Kirchbichl in Schliersee und um 17.30 Uhr in der Reithamer-Kurve der B318 in Warngau.
Auch am Sonntag sind Kundgebungen geplant, unter anderem wieder eine „Bewegungsfahrt im Miesbacher Ortszentrum“ ab 14 Uhr.
Eine Auswahl aller relevanten News und Geschichten erhalten Sie in unserem kostenlosen Newsletter regelmäßig und direkt per Mail. Melden Sie sich hier an für Tegernsee, hier für Miesbach und hier für Holzkirchen.
Mehr News finden Sie in unserer brandneuen Merkur.de-App, jetzt im verbesserten Design mit mehr Personalisierungs-Funktionen. Direkt zum Download, mehr Informationen gibt es hier. Sie nutzen begeistert WhatsApp? Auch dort hält Sie Merkur.de ab sofort über einen neuen Whatsapp-Kanal auf dem Laufenden. Hier geht‘s direkt zum Kanal.
Rubriklistenbild: © Klaus-Maria Mehr


