Kindertagesstätte fertig renoviert

Punktlandung in der „KoKiTa“: Kinder können wieder toben

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Start in der neuen KoKiTa (v. li.): Die Leiterin der Kindertagesstätte Annegret Rommelfanger, Bürgermeister Thomas Holz und Matthias Heufelder von der Liegenschaftsverwaltung freuen sich über die Fertigstellung der Sanierung.
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Die Kindertagesstätte der Gemeinde Kochel ist pünktlich in Betrieb gegangen. „Am 4. September haben die Mädchen und Buben die KoKiTa wieder für sich in Beschlag genommen“, sagte Bürgermeister Thomas Holz.

Kochel am See  „Wir sind tatsächlich rechtzeitig fertig geworden.“ Es seien nur noch wenige Restarbeiten zu erledigen, so Holz in der Gemeinderatssitzung

Bis zuletzt war es laut Holz eine Zitterpartie, ob der Zeitplan bei der Sanierung wirklich eingehalten werden kann. Die Gemeinde hatte wie mehrfach berichtet mit einigen alten Baumängeln zu kämpfen, die erst nach und nach während der laufenden Renovierung zu Tage traten. So war der Keller noch wesentlich feuchter als angenommen und die Fenster im Kellergeschoss waren teilweise unsachgemäß montiert und damit undicht. Überdies stellte man fest, dass nahezu das komplette System der Oberflächenentwässerung fehlerhaft oder gar nicht an das Kanalsystem angeschlossen war. Das hat laut Holz viel Zeit in Anspruch genommen und Mehrkosten verursacht. So war die Baugrube mit belastetem Bauschutt verfüllt. Der Aushub musste aufwändig entsorgt werden. Zuletzt ließ die Gemeinde noch 30 Zentimeter Oberboden im Garten der Kindertagesstätte austauschen. „Auch wenn die Grenzwerte an drei Stellen nur minimal überschritten waren, wollten wir hier kein Risiko eingehen“, sagte der Bürgermeister. „Die Folge ist nun allerdings, dass der Garten heuer nicht mehr genutzt werden kann, da der Rasen erst im kommenden Frühjahr angesät werden kann.“ In der Zwischenzeit weichen die Kinder auf den Spielplatz an der „Heimatbühne“ aus.

Mit dem enormen Mehraufwand zur Behebung der alten Baumängel werden die Gesamtkosten wohl auf über 2,4 Millionen Euro klettern. Die ursprüngliche Schätzung belief sich auf 2,1 Millionen Euro. Eine genaue Analyse sei erst nach Eingang aller Rechnungen möglich.

In der „KoKiTa“ werden derzeit 75 Kinder von 14 Mitarbeiterinnen betreut. „Wir haben also noch Platz“, freut sich Kita-Leiterin Annegret Rommelfanger. Sie versichert: „Die Kinder und auch das gesamte Betreuerteam fühlen sich sehr wohl in unseren neuen alten Räumen. Sanierung und Umbau waren exakt nach unseren Bedürfnissen ausgerichtet.“

Eine offizielle Einweihung und ein Tag der offenen Tür sind demnächst geplant. 

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