VonSascha Karowskischließen
In München könnte es zum Jahreswechsel 24/25 eine Licht-Show geben. Auch mit Drohnen. Der Stadtrat soll entsprechenden Plänen zustimmen.
München - Die Stadt arbeitet an einem echten Silvester-Knaller: Geht es nach Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) soll die Innenstadt im kommenden Jahr eine künstlerische Lichtaktion bekommen, die ihren Höhepunkt in einem zentralen Spektakel zum Jahreswechsel finden soll.
Silvester-Spektakel für 2024:Laser-, Drohnenshows und andere Formate sollen geprüft werden
Der Stadtrat befasst sich im Wirtschaftsausschuss am 12. Dezember mit einer entsprechenden Vorlage. Darin heißt es weiter, dass Laser-, Drohnenshows und andere Formate geprüft werden sollen. Das Lichter-Show-Spektakel soll weithin sichtbar sein, damit Menschenansammlungen an einem Ort und somit Sicherheitskosten vermieden werden.
Das Thema Licht-Show an Silvester war vor Jahren bereits aufgekommen, weil die Stadt erstmals 2019 scharfe Regeln für den Jahreswechsel gefasst hatte. Seitdem gilt ein Feuerwerks-Verbot in Teilen der Altstadt sowie ein Böller-Verbot innerhalb der Umweltzonen des Mittleren Rings. Ob diese Regeln heuer wieder Anwendung finden, ist wahrscheinlich. Eine Entscheidung werde aber im Laufe der Woche bekanntgegeben, teilt ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferates auf Anfrage mit.
Feuerwerks- und Böller-Verbot in München: Politik sucht schon seit Jahren nach einer Alternative
Und im Zuge dieser ganzen Böller-Verbots-Debatte waren auch immer mal wieder zentrale Feuerwerke oder LED-Shows ein Thema. Unter anderem die ÖDP hatte bereits einmal beantragt, als Alternative zum Feuerwerk eine zentrale Licht-Show auf dem Marienplatz abzuhalten. Erst vor wenigen Monaten hatte die CSU das Thema erneut aufs Tapet gehoben.
Darum freut sich Fraktions-Chef Manuel Pretzl nun über die Vorlage. „Eine Silvester-Lichtshow hätte große Strahlkraft für München, im wahrsten Sinne des Wortes!“ München habe schließlich kein zentrales Feuerwerk. „Und in der Innenstadt wurden Feuerwerk und Böller eingeschränkt. Wir fänden es super, wenn die Stadt als Ersatz ein modernes Lichter-Feuerwerk auf die Beine stellt.“ Auch Referent Baumgärtner fordert: „Endlich mal ausprobieren und nicht nur drüber reden.“
Ob Grüne und SPD dem nachkommen, ist ungewiss. Problem scheinen die Kosten. Denn das Lichter-Spektakel soll immerhin 950 000 Euro kosten. Und da war zumindest am Montag (4. Dezember) bei der grün-roten Rathausmehrheit der Funke noch nicht übergesprungen.
