Umkämpfter Wohnungsmarkt

Wohnung mieten und WG-Suche in Regensburg: Studenten vor der großen Hürde

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Regensburg ist eine beliebte Unistadt. Der Nachteil: Der Wohnungsmarkt ist überlastet. Entsprechend schwierig ist es für Studenten, eine Bleibe zu finden.

Regensburg – Studieren in Regensburg hat zahlreiche Vorteile. Das Studienangebot ist groß, neben der Universität Regensburg locken zum Beispiel auch die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) oder die Akademie für Gestaltung. Und als Studentenstadt mit einer der bundesweit höchsten Kneipendichte überzeugt auch das vielfältige Freizeitangebot, von WG-Partys über Clubs, bis hin zu Bars und Biergärten.

Mehr als 30.000 junge Menschen studieren Semester für Semester in Regensburg. Sie machen ungefähr ein Viertel der städtischen Gesamtbevölkerung aus. Ein tolles Ambiente für Studenten – doch es ist ein zweischneidiges Schwert. Denn entsprechend viele Menschen brauchen eine Wohnung. Die hohe Nachfrage macht es nicht nur schwierig, eine Bleibe zu finden – sie treibt auch die Mietpreise in die Höhe. Sehr zum Leidwesen der Studierenden, die sich entsprechend Sorgen machen.

StadtRegensburg
Wie viele Studenten?Mehr als 30.000
Mietpreise StudentenwohnheimDurchschnittlich zwischen 200 bis 500 Euro
Mietpreise WGDurchschnittlich zwischen 300 bis 500 Euro
Mietpreise EinzimmerwohnungAb 400 Euro, teils deutlich teurer
Wo wohnen Studenten in Regensburg?Die meisten wohnen in WGs, gefolgt von Einzimmerwohnungen

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Umkämpfter Wohnungsmarkt in Regensburg: Hohe Nachfrage – hohe Mietpreise

Mehr als 30.000 Studenten bevölkern im Winter- und Sommersemester Regensburg. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum. Das macht es nicht nur schwieriger, eine Wohnung oder eine WG zu finden – es treibt auch die Preise in die Höhe. Halbwegs leicht haben es nur Studienanfänger, die in Regensburg aufgewachsen sind, oder dort zumindest schon länger leben. Nicht nur haben sie soziale Kontakte, die bei der Wohnungs- oder WG-Suche helfen – sie können meist auch noch bei ihren Eltern wohnen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Laut CHE-Ranking auf zeit.de wohnen etwa ein Viertel der Regensburger Studenten im Elternhaus.

Regensburg lockt zahlreiche Studenten an – entsprechend umkämpft ist der Wohnungsmarkt. Teure Mieten sind die Folge.

Studenten, die neu nach Regensburg ziehen, haben es da ungleich schwerer. Viele müssen tief in die Tasche greifen, um eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zu ergattern. Höchstens im Studentenwohnheim ist preiswerter Wohnraum verfügbar – doch die hohe Nachfrage macht es schwer, dort einen Platz zu finden. Die restlichen Studenten müssen mindestens 300 Euro für ein kleines WG-Zimmer oder ab 500 Euro aufwärts für eine Einzimmerwohnung hinlegen. Und das für die preiswerteren Lagen, mit wenigen Quadratmetern. Je größer der Wohnraum und je näher am Zentrum, desto teurer wird es natürlich. Das nimmt teils absurde Ausmaße an – mit entsprechend kuriosen Geschichten.

Studenten in Regensburg: Die lustigsten Jodel-Geschichten im Überblick

Wütender Aushang in Regensburg.
In einem Mehrparteienhaus ließ ein Bewohner seinen Müll einfach im Gang stehen. Wenig überraschend stieß das auf harte Kritik. In einem Aushang schrieb jemand: „Warum kannst du deinen stinkenden Hausmüll nicht in den Müllcontainer werfen wie jeder andere Bewohner hier auch? Zieh wieder bei Mama ein, wenn du es nicht schaffst, alleine zu wohnen!“ Eine deutliche Anspielung darauf, dass der beschuldigte Bewohner wohl noch nicht allzu lange alleine wohne. © Screenshot / Jodel
Laut Datum auf dem Aushang ist der Zettel von 1995.
Ein Uni-Aushang aus dem Jahr 1995 belustigte das Netz. Viele vermuteten hinter dem Zettel mit der Überschrift „Belegung der Garderobenschränke“ jedoch einen Fake. Die Uni Regensburg stellte aber klar: Bei dem Aushang könnte es sich durchaus um ein Original handeln. © Jodel
Müll und Unordnung auf der Jahninsel in Regensburg.
Ein anhaltendes Streit-Thema in Regensburg. Vor allem im Sommer verkommt die Jahninsel oft zu einem Party-Hotspot für Studenten. An sich kein Problem, doch oft bleibt von den wilden Abenden sehr viel Müll übrig, der dann weggeräumt werden muss. © Screenshot / Jodel
Dieses Foto betitelt ein Jodel-Nutzer mit den Worten: „Bayerisch Kanada“.
Begeisterung für die bayerische Natur löste ein Regensburger mit diesem Foto aus. Der Abschnitt heißt auch Bayerisch Kanada und befindet sich im Bayerischen Wald. Dort gibt es einen Wanderweg, der an die Natur Kanadas erinnert – daher natürlich auch der Name. © Screenshot Jodel
Diese luxuriöse Hütte gibt es für nur 350 Euro warm – direkt bei Regensburg.
Zahlreiche Studenten strömen Semester für Semester nach Regensburg – entsprechend hoch ist die Wohnungs- und WG-Nachfrage. Das macht sich auch beim Mietpreis bemerkbar. Ein Nutzer postete zynisch ein Foto eines Unterschlupfs im Wald und tat so, als würde dieser 350 Euro warm kosten. Eine verärgerte Anspielung auf die teils unmoralisch hohen Mietpreise in der Studentenstadt. © Screenshot / Jodel
Ein Jodel-Nutzer teilt eine tierische Entdeckung.
Für großes Rätselraten auf Jodel sorgte dieses Foto. Zu sehen: ein Tier. Doch welches? Die Nutzer waren sich dabei nicht sicher. Die Vermutungen reichten von Kojote über Waschbär bis hin zu einer Robbe. Auch am Ende der Diskussion war nicht klar, um welches Tier es sich denn nun handle. © Jodel
Dinner + Jodel-Screenshot
Auch ein beliebtes Jodel-Thema: Horro-Dates. Eine Nutzerin erzählte von einem solchen. Ihre Verabredung erkundigte sich, ob sie abends ausgehe und Alkohol trinke. Als sie dies bejahte, erklärte er ihr mit Verweis auf den Instagram-Account von „Alpha Males“, dass Frauen dies nur täten, um fremdzugehen und sie sich das in Zukunft abgewöhnen müsse. © IMAGO / Imaginechina-Tuchong/Screenshot Jodel
supermarktkasse
Einen etwas kurioseren Beitrag setzte ein Nutzer im September auf Jodel ab. Er freute sich, dass die Kassierer im V-Markt langsam sind. Und das nicht etwa ironisch, sondern, weil man dadurch genug Zeit habe, seine Einkäufe einzupacken. Die anderen Nutzer reagierte irritiert. © IMAGO / Sven Simon / Screenshot Jodel (Collage: Merkur.de)
Bahnhof Regensburg
Eine Regensburgerin nutzte Jodel auch, um nach einer Zugbekanntschaft zu suchen. Ein Mann hatte sie angesprochen, und nach ihrer Nummer gefragt. Doch sie sei im Halbschlag und völlig perplex gewesen, die Nummer daher nicht herausgegeben. Daher startete sie den Aufruf über Jodel – ob sie inzwischen Erfolg hatte? © IMAGO / Dirk Sattler / Screenshot Jodel (Collage: Merkur.de)
Frau Parkbank
Für reichlich Diskussion sorgte die Beichte eines Jodel-Nutzers. Er sei pleite und habe einer älteren Dame etwas überteuert verkauft und fühle sich nun schlecht. Verständnis oder gar Mitleid hatten jedoch die Wenigsten für ihn übrig. © IMAGO / Rolf Poss / Screenshot Jodel (Collage: Merkur.de)

Semesterstart in Regensburg: Hilfreiche Tipps für die Wohnungs- und WG-Suche

Mitte Oktober beginnt das Wintersemester an den bayerischen Hochschulen – dementsprechend natürlich auch in Regensburg. Studenten, die nun in die Weltkulturerbestadt ziehen wollen, brauchen eine Wohnung oder ein WG-Zimmer. Um bei der Suche erfolgreich zu sein, gibt es drei grundsätzliche Tipps:

  • 1. Früh dran sein: Viele Wohnungen und Zimmer werden bereits zum Ende des vorherigen Semesters frei – denn da ziehen viele Studenten, die ihren Abschluss gemacht haben, aus. Es lohnt, sich möglichst früh auf die Suche zu begeben und eine Wohnung oder WG-Zimmer notfalls ein bis zwei Monate früher zu mieten, als eigentlich nötig.
  • 2. Alle Kommunikationswege nutzen: Wer eine Wohnung oder WG in Regensburg sucht, nutzt üblicherweise die typischen Kanäle: Webseiten wie wg-gesucht.de, soziale Netzwerke oder Immobilienseiten wie immoScout24.de. Diese decken aber nur einen Teil der Bevölkerung ab – und um bei der Suche nach Wohnraum erfolgreich zu sein, empfiehlt es sich, möglichst alle Optionen abzugrasen. Viele Vermieter nutzen klassische Kommunikationswege bei der Suche nach Mietern – vor allem lokale Zeitungen. Dort eine Wohnungssuche zu veröffentlichen, kann Gold wert sein!
  • 3. Abstriche machen – und dran bleiben: Der Regensburger Wohnungsmarkt für Studenten ist hart und es kann gut sein, dass man zum Semesterstart nicht die Traumwohnung oder das zentrumsnahe und großflächige WG-Zimmer findet. Das ist kein Grund zur Panik. In diesem Fall ist es ratsam, die Ansprüche herunterzuschrauben, Wohnraum etwas abseits vom Stadtzentrum zu suchen und von dort aus, mithilfe des sich dann mehr und mehr bildenden sozialen Netzes, im Laufe des Semesters weiterzusuchen.

Eines macht die Wohnungssuche für Studenten in Regensburg aber interessant: Ein Studentenviertel per se gibt es nicht. Durch die hohe Zahl der Studenten und der Kompaktheit Regensburgs verteilen sich die jungen Leute auf das gesamte Stadtgebiet. (fhz)

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Rubriklistenbild: © agrarmotive / Shotshop / IMAGO / Merkur-Collage

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