BADEHAUS

Rezepte aus der alten Heimat: Wolfratshauser Museum plant besondere Ausstellung

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Prämierter Erinnerungsort: Das Badehaus Waldram zeigt die Vergangenheit – und zieht Lehren für die Zukunft.
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Im Badehaus Waldram werden Küchen-Geräte, Geschirr und Rezepte ausgestellt - für eine Reise in die alte Heimat von Flüchtlingen, Heimatvertriebenen und anderen.

Wolfratshausen – Heimat ist dort, wo es schmeckt: Der Erinnerungsort Badehaus zeigt im Herbst eine Sonderausstellung – und bittet dafür um die Mithilfe der Waldramer Bevölkerung. Als Ergänzung zu einer Wanderausstellung plant das Museum einen eigenen Ausstellungsteil, in der Rezepte und Küchengeräte aus der alten Heimat im Mittelpunkt stehen.

Rezepte aus der alten Heimat: Wolfratshauser Museum plant besondere Ausstellung

Ab November gibt es vom Haus des Deutschen Ostens die Wanderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ in Waldram zu sehen – laut dem Münchner Kulturzentrum handelt es sich um „eine Ausstellung über Essen und Trinken, Identität und Integration der Deutschen aus dem östlichen Europa“. Für den eigenen Beitrag – „Heimat geht durch den Magen“ – sucht der Erinnerungsort Badehaus Exponate aus der Nachbarschaft, nämlich Rezepte und Küchenutensilien von Waldramern, die aus der Heimat ihrer Familien stammen. Dabei richtet sich der Fokus auf alle Menschen, die ihre Wurzeln nicht in der Region haben.

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Heimatvertriebene, Gastarbeiter, Flüchtlinge: Museum ruft Waldramer zu Mithilfe auf

„Wir suchen Heimatvertriebene genauso wie ehemalige Gastarbeiter-Familien, Asylsuchende oder ehemalige DDR-Flüchtlinge“, betont Badehaus-Vereinschefin Dr. Sybille Krafft im Gespräch mit unserer Zeitung. Bundesfreiwillige des Vereins haben bereits im ganzen Ortsteil Flugblätter ausgetragen. Darin richtet sich der Verein direkt an die Waldramer: „Viele haben Geschirr und Gerätschaften, Kochbücher und handschriftliche Rezepte in ihrem Gepäck mitgenommen und verbinden ganz besondere Erinnerungen mit diesen Stücken.“ Diese sollen im Museum am Kolpingplatz gezeigt werden. Das Badehaus möchte damit einen Beitrag dazu leisten, „dass kulinarische Traditionen und das dazugehörige Schicksal von Menschen nicht in Vergessenheit geraten“, steht in dem Flugblatt.

Badehaus plant Ausstellung: „Heimat geht durch den Magen“

Wer dem Verein ein Rezept, eine Geschichte oder ein Foto aus der alten Heimat oder einen mitgebrachten Gegenstand zur Verfügung stellen möchte – zum Beispiel als Leihgabe –, kann sich mit dem Museum in Verbindung setzen. Das geht telefonisch unter der Rufnummer 0 81 71 /2 57 25 02. Eröffnet wird die Sonderausstellung mit einem Festakt am Sonntag. 6. November.

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