Die Gemeinde Riegsee will dem Parkchaos am Aidlinger Badeplatz ein Ende setzen. Die Volksvertreter haben dazu jetzt einen Beschluss gefasst.
Riegsee – Früher galt er als Geheimtipp. Doch mittlerweile ist der Aidlinger Badeplatz am Ostufer des Riegsees wegen seiner schönen Lage an warmen Sommerwochenenden zur überlaufenen Attraktion bei Einheimischen wie Auswärtigen geworden. Bis zu 100 Autos parken dann kreuz und quer auf dem Feldweg, der zu der beliebten Stelle führt – und zum Ärger der betroffenen Bauern auch auf den angrenzenden Wiesen.
„An solchen Tagen ist dort kein landwirtschaftlicher Verkehr mehr möglich, da kommt dann kein Traktor mehr durch“, sagte der Riegseer Bürgermeister Rudolf Kühn (Wählergemeinschaft Aidling), der selbst Landwirt ist, gegenüber dem Tagblatt. „Wir haben über dieses Thema bereits im Mai vergangenen Jahres im Gemeinderat beraten.“ Das Gremium hatte sich damals für die Einführung von Parkausweisen und eine entsprechende Beschilderung ausgesprochen. Da jedoch bisher noch kein Beschluss des Gremiums über die Vergabe der Ausweise vorlag, wurde das Thema auf Anraten der Verwaltung nochmals auf die Tagesordnung der Sitzung am Mittwoch gesetzt.
Künftig können Einheimische pro Haushalt bei der Kommune je einen Parkausweis beantragen, Vermieter von Ferienwohnungen je einen pro Wohneinheit. Ein Berechtigungsschein gilt für eine Badesaison und kostet jeweils 15 Euro, die an die Gemeinde zu entrichten sind. Überdies sollen die vorgesehenen 26 Stellplätze klar gekennzeichnet werden. Ohne weitere Diskussion passierte der Beschlussvorschlag mit nur einer Gegenstimme von Walter Haug (Wählergemeinschaft Hagen) den Rat. „Wir werden die Parkplätze bewusst nicht vergrößern, weil wir über keine weiteren Flächen verfügen“, sagte Kühn. Er hoffe, dass die chaotische Parksituation am Aidlinger Badeplatz mit dem Beschluss endgültig der Vergangenheit angehöre.
her
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