Kommunalwahl 2026

Keine zweite Runde fürs Riegseer Polit-Tandem: Steinleitner will wieder antreten, Miller aber nicht

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Treten als Team auf: Bürgermeister Jörg Steinleitner (r.) und Stellvertreter Georg Miller.
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Der Riegseer Bürgermeister Jörg Steinleitner will bei den Kommunalwahlen 2026 nochmals antreten. Sein Stellvertreter Georg Miller kandidiert nicht mehr.

Riegsee – Sie sind das Bürgermeister-Tandem im Blauen Land: Riegsees Rathauschef Jörg Steinleitner (Wählergemeinschaft Riegsee) und sein Stellvertreter Georg Miller (Dorfgemeinschaft Aidling). Der eine ohne den anderen war in den vergangenen fast sechs Jahren quasi nicht vorstellbar. Doch diese Zeit geht zu Ende. Zwar gab Steinleitner gestern bekannt, dass er gerne weitermachen würde, doch Miller will nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren.

Am Montag, 10. November, findet in Riegsee die Aufstellungsversammlung statt. „Ich würde mich freuen, wenn mich die Riegseer wieder als Bürgermeisterkandidaten nominieren würden“, sagt Steinleitner. Er empfinde die Arbeit als Rathauschef „als zutiefst sinnvoll und möchte alle Riegseer, die dies nicht ohnehin schon tun, dazu aufrufen, sich auch für unsere Gemeinschaft zu engagieren“. Wer sich für eine Kandidatur zum Gemeinderat entscheide, sende ein wichtiges Signal an alle anderen: „Nämlich, dass es sich lohnt, in unsere Dörfer Zeit zu investieren.“ Wer im Gemeinderat mitarbeite, könne die Lebensqualität seiner Mitbürger direkt und positiv beeinflussen. „Das gibt einem ein gutes Gefühl.“

Georg Miller hört nach 24 Jahren im Gemeinderat auf

Seine Zusammenarbeit mit Miller würde Steinleitner – beide sind 54 Jahre alt – gern fortsetzen. „Er ist mit seinen Fähigkeiten und seinem Engagement eine ideale Ergänzung. Außerdem sind wir über das gemeinsame Arbeiten Freunde geworden.“ Doch Miller möchte nicht weitermachen. „Ich denke, Jörg Steinleitner und ich haben in den vergangenen fünf Jahren mehrere wichtige Projekte für unsere Gemeinde vorangebracht“, betont der Aidlinger. „Auch unsere Zusammenarbeit funktioniert sehr gut und macht Spaß.“ Dennoch bittet Miller die Riegseer um Verständnis, dass er – nachdem er 2026 insgesamt 24 Jahre Mitglied des Gemeinderats gewesen sein wird – nicht mehr für das Gremium kandidiert. „Meine Arbeit für meine Landwirtschaft, meine Geschäftsführertätigkeit in der Bäuerlichen Hackschnitzel Liefergesellschaft mbH und der Bau des Nahwärmenetzes in Aidling ergeben für mich bereits ein Aufgabenpaket, das mich komplett auslastet.“ Doch Miller verspricht, dass er Steinleitner und den zukünftigen Gemeinderäten, „wenn sie das denn wollen, immer mit Rat und Tat zur Seite stehen werde“. Steinleitner, sagt, er „bedaure es sehr, dass er aufhört“. Es mache wirklich Spaß, mit Miller zusammenzuarbeiten. Die Aufstellungsversammlung in Aidling findet am Montag, 17. November, statt. „Ich hoffe, dass sich viele Aidlinger zu einer Kandidatur entscheiden, denn wir brauchen eine starke Liste“, macht Miller deutlich.

Steinleitner gab darüber hinaus bekannt, dass er sich entschlossen hat, für den Kreistag zu kandidieren. „Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat mir gezeigt, dass ein Großteil des Gelds, das uns als Gemeinde zur Verfügung steht, für und vom Kreistag ausgegeben wird. Deshalb halte ich es für wichtig, dass wir Riegseer in diesem Gremium mit starker Stimme vertreten sind.“ Steinleitner möchte auf der Liste der Freien Wähler der Landkreisgemeinden kandidieren.

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