Projektentwickler Rock Capital hat sich für das ehemalige Wirecard-Gelände in Dornach eine Weiternutzung überlegt und ist zum Schluss gekommen: Hier sollen so genannten „Immune Offices“ im „Head“-Quartier entstehen.
Aschheim/Grünwald – Aber gegen was in aller Welt sollen diese Büros immun sein oder werden? Natürlich bezieht sich die Immunität auf eine verminderte Übertragbarkeit von Krankheiten. Weltweit werben Chefs für die Rückkehr zur Arbeitsstelle, ins Office. Angst vor Ansteckung soll definitiv kein Grund mehr sein für das Zuhausebleiben und das Arbeiten im Home-Office. Von Amazon über Tesla bis Morgan Stanley: Viele Wirtschaftsgrößen sind überzeugt, dass es ohne Officekultur langfristig keinen Unternehmenserfolg gibt.
Rock Capital mit Sitz in Grünwald hat diese Denkweise zum Vorbild genommen, begreift die Welt international und in großen Dimensionen. Das Unternehmen hat mit dem Projekt „Heads“ in Aschheim jetzt also Deutschlands erstes „Immune Office“ gebaut. Auf dem Gelände wird auch der schwedische Hygienepapierhersteller Essity, dem die bekannten Marken Tempo und Zewa gehören, unterkommen. Dieser wird ab Oktober nächsten Jahres seine Deutschland-Zentrale aus Ismaning hierher verlegen.
Ohne Angst vor der Ansteckung
Leitidee der 40 000 Quadratmeter großen Entwicklung: Das Büro der Zukunft muss so gesund und clever konzipiert sein, dass Mitarbeiter gerne und vor allem ohne Angst vor Ansteckungen zurück an den Schreibtisch möchten. Auch das Thema Energie definiert der Neubau in Zeiten explodierender Preise und des Klimawandels mit Geothermie und Photovoltaik neu. Die Realität gewordene Vision dürfte viele Firmenchefs freuen. Nicht nur Tesla-Boss Elon Musk forderte jüngst per Massen-Mail strikt die Rückkehr ins Office für „ein Minimum von 40 Stunden“ ein, auch um Solidarität mit denjenigen zu zeigen, die in den Fabriken präsent sein müssen. Auch andere internationale Chefs erkennen die Vorzüge des modernen Büros.
Natürliche Luftoptimierung
In dem viergeschossigen Gebäudekomplex in Dornach werden ein Hightech-Lüftungs- und Hygienekonzept umgesetzt. Neben UV-C-Luftsterilisationsgeräten, Thermo-Scannern an den Zugängen und selbst öffnenden Türen wird eine kontaminationsfreie Wärmerückgewinnung eingesetzt. Darüber hinaus setzt „Heads“ auf eine spezielle App, auf ein neuartiges Cateringkonzept, eine Kita und eine Indoorbegrünung zur natürlichen Luftoptimierung. Das Ziel dabei ist ein neuartiges Arbeitskonzept, bei dem die bis zu 2000 Mitarbeiter gesünder und leistungsfähiger zusammenarbeiten. ots