- VonMiriam Haberhauerschließen
Um Wespen an seinem Wohnhaus loszuwerden, zündete ein Münchner seinen Rollokasten an. Die Feuerwehr musste anrücken – der Bewohner kam noch glimpflich davon.
München/Pasing-Obermenzing – Sie sind lästige Biester, die für Menschen mit Allergie mitunter auch gefährlich werden können: Wespen. Kein Wunder also, dass ein Mann aus München die Tiere möglichst schnell aus seinem Haus vertreiben wollte – mit rabiaten Mitteln.
Wespennest am Wohnhaus: Bewohner setzt Rollkasten in Flammen
In einem Rollokasten in der Paosostraße, Pasing-Obermenzing hatten sich die Insekten eingenistet. Ein Bewohner versuchte deshalb am Samstagabend gegen 18 Uh in Eigenregie sie wieder loszuwerden. Dazu sprühte er Schaumfestiger in den Kasten und zündete diesen im Anschluss an. Die Folge war eine deutliche Rauchentwicklung im Gebäude, so die Feuerwehr München am Sonntag (6. August).
„Intensvie Aufklärung“ nötig – Wespen deutschlandweit unter Naturschutz
Der Mann wählte daraufhin selbst den Notruf. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte gelang es ihm, die Flammen weitestgehend zu löschen. Die Feuerwehr München öffnete den Rollokasten und führte weitere Löscharbeiten durch. Der entstandene Sachschaden ist bislang nicht bekannt. „Nach einer intensiven Aufklärung verließen die Einsatzkräfte wieder die Einsatzstelle“, so ein Sprecher der Feuerwehr.
Wespen und Hornissen stehen in Deutschland unter Naturschutz und können auch nützlich sein. Es ist daher offiziell verboten, die Insekten oder ihre Nester zu entfernen. Nur wenn die Tiere zu einer unmittelbaren Gefahr für den Menschen werden, dürfen sie von Experten entfernt werden. Die Stadt München stellt dafür auf ihrer Webseite einen Antrag zur Entfernung von Wespennester bereit.
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Rubriklistenbild: © IMAGO/Dieter Moebus

