Weilheim - Die Weilheimer Formation „The Notwist“ hat ihr erstes Instrumental-Album veröffentlicht. Es heißt „Messier Objects“.
Man tritt Markus Acher, dem Sänger, Gitarristen und Miterfinder von „The Notwist“, wohl nicht zu nahe, wenn man feststellt, dass sein Gesang nicht immer die allerwichtigste Rolle spielte im Klangkosmos der weltweit gefeierten Band aus Weilheim. Es gab Alben, auf denen Achers Gesang über weite Strecken ganz leise daherkam, ja fast in den Hintergrund gemischt wurde. Die Klänge der Instrumente – und die Sounds aus dem Computer – schienen der Band oft wichtiger als der Gesang und die Texte. Bei der jüngsten Platte „Close To The Glass“ (2014) mündete die Liebe zum Sound ohne Worte in das epische, neun Minuten lange Instrumentalstück „Lineri“. Doch ein reines Instrumental-Album gab es bislang nicht von „The Notwist“.
Das ändert sich diese Woche: Beim Band-eigenen Mini-Label „Alien Transistor“ erscheint nun offiziell „The Messier Objects“, eine Auswahl instrumentaler (Auftrags-) Arbeiten von Martin Gretschmann, Markus und Micha Acher für Filme, Hörspiele und Theaterproduktionen. Die 17 teils skizzenhaften Klangspielereien lassen an Soundtracks der 70er Jahre denken oder an „Library Music“, wie sie für Videospiele oder Werbung produziert wird. Sie kommen oft elektronisch daher, experimentieren aber auch durchaus analog mit Percussion und Bläsern. Das Popkultur-Magazin „Spex“ betitelte seinen Bericht über die Platte so: „Musik ist auch nur Mathe.“
„The Messier Objects“ ist als CD und LP bei „Alien Transistor“ erschienen (Vertrieb: Indigo). Live zu erleben ist „The Notwist“ am 26. und 27. März in der Alten Kongresshalle München. Karten: reservix.de.
Magnus Reitinger