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228 Kartenspieler traten am Donnerstag beim Schafkopfturnier im Lenggrieser Festzelt an.
Lenggries – Keinen Abnehmer fand am Donnerstag die als erster Preis ausgelobte Stihl-Motorsäge im Gegenwert von über 1500 Euro beim Schafkopfturnier des Tölzer Kurier/Münchner Merkur um die Isarwinkler Meisterschaft im Lenggrieser Festzelt. Sieger Albert Schröcker aus Lohhof, mittlerweile hoch in den 80ern, nahm lieber die ersatzweise angebotenen 1000 Euro in bar: „In meinem Alter kann ich mit einer Motorsäge nicht mehr so viel anfangen“, sagt er.
Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Zuspruch von 228 Kartlern an 57 Tischen erfreute besonders den Wegscheider Chef-Organisator Sepp Hundegger: „Das waren sogar noch mehr als im letzten Jahr.“ Freilich merkte er beim Blick auf die vorderen Plätze im Klassement an: „Da waren heute wohl ausschließlich Sicherheitsspieler am Werk. Da wurde kein einziges Solo verloren.“
Punkt 9.30 Uhr waren im Lenggrieser Festzelt die Karten für die ersten Spiele ausgeteilt worden – immer nur zwei auf einmal, um jeden möglichen Betrug zu unterbinden. Zuvor waren bereits die Zusammensetzungen der 57 Tische ausgelost worden. Und dann ging’s los, zwei Runden mit jeweils 32 Spielen mussten absolviert werden. Zumeist mit Rufspielen, aber auch mit jeder Menge Soli, Wenzen und Farbwenzen, die wesentlich mehr Punkte fürs eigene Konto einbrachten.
Schafkopfturnier: Bichlerin landet auf Platz zwei
Die erfahrenen Turnierspieler wissen, dass man letztlich nur erfolgreich sein kann, wenn man selbst jede Menge aktive Spiele macht. Das ist aber mit einem gewissen Risiko behaftet, denn wer ein wackliges Solo in den Sand setzt, der kassiert dafür auch die entsprechende Menge an Minuspunkten. Dies musste etwa der Aschauer Sebastian Feistl erfahren, der zwar sechs Soli spielte, aber vier davon verlor. Damit kam er mit insgesamt 34 Punkten gerade noch ins vordere Mittelfeld der Siegerliste. Ganz anders die weniger risikofreudigen Matadore der gestrigen Veranstaltung; Sieger Schröcker hatte alle seine acht gespielten Soli gewonnen und sich letztlich mit 61 Punkten an die Spitze des Klassements gesetzt.
Knapp dahinter landete Anna Maria „Mimi“ Sturm aus Bichl mit 59 Pluspunkten auf Rang zwei. Auch sie hatte ihre sechs Soli gewonnen. Dafür durfte sie einen großen Flachbild-TV mit nach Hause nehmen. Ebenfalls mit sechs gewonnenen Soli ging der Drittplatzierte Andreas Wittmann aus Sindelsdorf, der insgesamt 56 Zähler auf der Habenseite seines Kontos verbuchte, aus dem Rennen. Er entschied sich dann für eine Motorsäge. Freilich war das kein ganz so edles Teil wie das, das am Donnerstag auf den Turniersieger gewartet hätte.
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