VonAlexandra Korimorthschließen
Offen, persönlich und verbindlich – so hat sich Ben Blaskovic bei seinem ersten Solokonzert in der Heimatregion präsentiert. Der aus Schlierseer stammende TV-bekannte Schauspieler und Musiker präsentierte im Waitzinger Keller in Miesbach seine Musik echt, pur und aufrichtig gefühlvoll. Im Interview verrät er, wie es nach dem Aus bei den „Rosenheim Cops“ weitergeht.
Miesbach – Dass der Konzertabend „live und solo“ von Ben Blaskovic ein entspannter und persönlicher war, lag sicher nicht allein daran, dass viele Freunde und Familie Blaskovics unter den rund 50 Gästen im fast vollen Gewölbe des Waitzinger Kellers waren. Blaskovic betrat die Bühne von Anfang an unaufgeregt und lässig, mit einer Ausstrahlung, die erkennen ließ, dass er sich hier genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort befindet. „Cool, dass ihr so zahlreich erschienen seid“, freute er sich mit einem breiten Lächeln.
Im Gepäck hatte der Singer und Songwriter viele neue Songs, aber auch einige von seiner erst im Juli 2018 veröffentlichten CD „Those who dig“. Mit seinen eingängigen, geradlinigen Melodien begleitete er sich selbst und sorgte für einen puren Sound. Stimmlich lotete er die Emotionslagen gekonnt und ehrlich aus.
„Yellow“, ein Lovesong mit Versen wie „You know, I love you so“ und „Look how the stars shine for you“, mäanderte erst rockig von einnehmend und mitreißend bis zart, ja beinahe brüchig. Mit „Only Lonely“ besang er tieftraurig das Zusammensein mit einer Frau, die alles nur negativ sieht. Wenn er singt „I can’t get there by my own… when the walls come down“ („Ich schaffe es allein nicht dorthin, wenn die Wände einstürzen“) gibt Blaskovic viel von sich preis. Da wird deutlich, dass sich bei ihm in jeder Hinsicht viel getan hat. Aus dem nach den eigenen Träumen, nach Wahrheit und wahrhaftigen, unumstößlichen Gefühlen Suchenden, wie er sich auf „Those who dig“ gegeben hat, ist ein Findender geworden.
Überhaupt ist bei Ben Blaskovic gerade einiges im Umbruch. Die Rolle des freigeistigen Controllers Andi Lorenz bei den „Rosenheim-Cops“, die ihn neben einer Rosamunde Pilcher-Verfilmung richtig bekannt gemacht hat, hat er nach vier Jahren an den Nagel gehängt. Wir haben im Interview nachgefragt, wohin die Reise bei dem 31-Jährigen gerade geht.
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