Neufahrn - Verstärkt war die Polizei am Wochenende beim Volksfest in Neufahrn im Einsatz: Der Sicherheitsdienst befürchtete Massenschlägereien – vor allem am Freitag. Eskaliert ist es nicht, Verletzte gab es trotzdem.
Als „äußerst krawallträchtig“ beschreibt die Polizei Neufahrn den Volksfest-Freitag. Deshalb waren die Beamten verstärkt vor Ort, um Schlimmeres zu verhindern. Durch die starke Präsenz gelang es der Polizei, Eskalationen zu verhindern. Dennoch gab es am Freitag Verletzte: Ein Jugendlicher war gegen 19.45 Uhr mit zwei Teenagern im Fahrgeschäft „Swingtime“ in Streit geraten. „Hierbei hatte er von einem der beiden Täter einen Kopfstoß gegen seine Nase erhalten, wodurch er nicht unerheblich verletzt worden war“, heißt es im Polizeibericht. Auch ein unbeteiligtes Mädchen war von den Tätern verletzt worden, welches hinter dem zunächst geschädigten Jugendlichen gestanden hatte. Der Jugendliche hatte sich selbst zum Arzt begeben.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sowie das leicht verletzte Mädchen werden gebeten, sich bei der Polizei Neufahrn unter der Telefonnummer (0 81 65) 9 51 00 zu melden.
Gegen 23.20 Uhr war am Freitag erneut die Anfahrt von mehreren Streifen erforderlich, nachdem es vor dem Zelt zu einer Auseinandersetzung unter mehreren Jugendlichen gekommen war. „Dieser Streit, so der bisherige Ermittlungsstand, hatte sich vom Autoscooter dorthin verlagert. Vor Ort konnten zwei verletzte Jugendliche festgestellt werden, welche sich ebenfalls selbst zum Arzt begeben wollten“, berichteten die Beamten. Zur Ermittlung der mindestens drei bisher unbekannten Täter gibt es bereits Hinweise - die Ermittlungen hierzu dauern an. Auch in diesem Fall bittet die Polizei Neufahrn um Zeugen-Aussagen.
„Abschließend bleibt anzumerken, dass es sich als richtig erwiesen hatte, dass die Schichtstärke der PI Neufahrn während der Volksfestzeit deutlich erhöht wurde“, teilte die Polizei mit. „Ob das Sicherheitskonzept insgesamt einer Anpassung bedarf, wird Gegenstand der Nachbearbeitung der genannten Einsätze sein. Bemerkenswert ist, dass es in den Vorjahren auffällig ruhig war und Sicherheitsstörungen eher die Ausnahme waren.“