VonUlrike Osmanschließen
Der Schöngeisinger Bürgermeister Thomas Totzauer (Gemeinschaft Schöngeising) ist wiedergewählt. CSU-Kontrahentin Gabriele Kuhnke holte 31,4 Prozent.
Mit deutlicher Mehrheit haben die Schöngeisinger Bürgermeister Thomas Totzauer (Gemeinschaft Schöngeising/GS) im Amt bestätigt. Mit 68,6 Prozent setzte er sich gegen seine Herausforderin Gabriele Kuhnke (CSU) durch, die es lediglich auf 31,4 Prozent der Stimmen brachte. Insgesamt gaben 1194 von 1542 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 77,4 Prozent. 15 Stimmen waren ungültig.
„Ich freue mich über den großen Vertrauensbeweis und nehme das als Auftrag, meine für die nächsten sechs Jahre gesteckten Ziele umzusetzen“, sagte Totzauer nach Bekanntwerden des Ergebnisses. Bang sei ihm vor der Wahl nicht gewesen, da er aus der Bürgerschaft starken Rückhalt wahrgenommen habe. Dass das Ergebnis aber so deutlich ausgefallen sei, habe ihn doch überrascht.
Bei der unterlegenen Gegenkandidatin hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. „Es ist immer schwierig, gegen einen Amtsinhaber anzutreten“, meinte Gabriele Kuhnke. Zumal Totzauer in der zurückliegenden Amtszeit keine „direkten Fehler“ gemacht habe. „Aber ein bisschen mehr hätte es sein können“, sagte die CSU-Bewerberin mit Blick auf ihre 370 von 1179 gültigen Stimmen.
Die derzeit recht desolate Finanzlage der Gemeinde scheint bei der Wahl keine ausschlaggebende Rolle gespielt zu haben. Gerade die CSU hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mahnend den Finger gehoben, wenn es um die hohen Kosten für das neu gebaute Gemeinschaftshaus ging. Doch die Kritik sei verstummt, nachdem das Haus dann fertig gewesen sei, sagte Thomas Totzauer. Auch Gabriele Kuhnke räumt ein, dass das Gemeinschaftshaus einen hohen Mehrwert habe. „Aber die Folgekosten werden uns noch lange begleiten.“
Totzauer will nun mit Zuversicht in seine dritte Amtszeit starten. „Wir dürfen uns nicht den Mut nehmen lassen, sondern müssen das, was wirklich wichtig ist, gemeinsam auf den Weg bringen.“ Er denkt dabei an Wohnbebauung für alle Bevölkerungsgruppen, den Erhalt des Dorfladens und eine stärkere Bürgerbeteiligung.
