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Elke Robertschließen
Dunkler Rauch löst am Sonntagabend einen Großeinsatz aus, aber der Brand in der UPM-Papierfabrik in Schongau ist rasch gelöscht. Ein Mann wird leicht verletzt.
Update vom Montag, 19. August:
Schongau – Um 18.03 Uhr ging bei Erwin Gnahs, Kommandant der Werkfeuerwehr von UPM in Schongau, der Alarm ein. Gebrannt haben weder ein Holz- noch ein Papierlager, wie es anfangs geheißen hatte, es gab nur ein kleines Feuer. Ein Zubringerband für das Faserreststoff- und Altholzsilo sei in Brand geraten, erklärt Gnahs, der auch die Einsatzleitung hatte. „Daher auch die dunkle Rauchentwicklung, das Förderband ist aus Gummi.“
Weil der Qualm weit zu sehen ist, werden weitere Feuerwehren alarmiert
Weil der Qualm weit zu sehen war, wurden auch externe Feuerwehren von außen alarmiert, neben der UPM-Werkfeuerwehr rückten die Feuerwehren aus Schongau und Peiting aus, jeweils mit ihrer Drehleiter. Rund 100 Feuerwehrler waren letztlich im Einsatz, dazu das Technische Hilfswerk als Sachberater und der Katastrophenschutz als Unterstützungsgruppe.
Schongauer Drehleiter leistet gute Dienste
Die Schongauer Drehleiter leistete der Werkfeuerwehr dann auch gute Dienste: Das brennende Zubringerband wurde von zwei Seiten mit einem Wasserschaumgemisch gelöscht, die Drehleiter diente zudem dazu, den Einsatz auszuleuchten, wie Gnahs erläutert. Binnen von rund einer halben Stunde war der Brand gelöscht. Ein Großteil der Feuerwehrler konnte den Einsatzort dann auch recht zügig verlassen, zur Brandvorsorge blieben etwa 15 Mann zurück. Auch die Werkfeuerwehr konnte um 24 Uhr wieder abrücken.
Förderband aus Gummi hatte Feuer gefangen
Was das Förderband entzündet hat, darüber wollte Gnahs nicht spekulieren. Zur Ermittlung der Brandursache war am Montag auch die Kriminalpolizei am Werksgelände. Wie die Polizei Schongau berichtet, habe es einen technischen Defekt an der Förderbandanlage gegeben. „Durch das Förderband entstand zusätzlich ein Kamineffekt, der die Ausbreitung des Feuers unterstützte“, so Herbert Kieweg, Polizeichef in Schongau.
Ein Mitarbeiter der Firma hatte noch versucht, den Brand mittels eines Feuerlöschers zu bekämpfen. Dabei erlitt er eine leichte Rauchvergiftung und wurde zur Untersuchung in das Schongauer Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 30 000 Euro geschätzt.
Bevölkerung nicht gefährdet, Lob an Werkfeuerwehr
Wie es schon am Sonntag geheißen hatte, gab es keine Gefährdung für die Bevölkerung. Auch das Papierlager war nicht betroffen und ist überdies gut geschützt, nicht zuletzt mit einer gut dimensionierten Sprinkleranlage. Froh, dass die Rauchsäule dramatischer ausgeschaut hatte, als der Brand dann war, ist auch Werksleiter Wolfgang Ohnesorg. „Die Anlagen wurden nicht beeinträchtigt, die Produktion ist ganz normal weitergelaufen.“ Er dankte den Feuerwehren und Einsatzkräften. „Und ich bin froh, dass wir so eine schlagkräftige Truppe haben“, lobt Ohnesorg die Werkfeuerwehr.
Erstmeldung vom Sonntag, 18. August:
Schongau - Um kurz nach 18 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle der Brandalarm ein. Der Schongauer Polizei wurde gemeldet, ein Holzlager auf dem Gelände brenne, andere Quellen sprechen vom Papierlager. Auf jeden Fall war ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften aus dem Umkreis in Schongau im Einsatz.
Schongau: Brand in UPM-Papierfabrik - Lage unklar - Großeinsatz der Feuerwehr
Laut Polizei habe für Anwohner trotz der Rauchenwicklung kein Grund zur Sorge bestanden, auch der Verkehr auf der Peitinger Straße konnte ohne Einschränkungen aufrecht erhalten werden.
Weitere Informationen folgen wohl im Laufe des Montags.
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