Das neue Schongauer Prinzenpaar

Eine ,Lady’ und ein ,Sir’ auf Schongaus Thron

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Das Geheimnis ist gelüftet: Das neue Schongauer Prinzenpaar stellt sich vor – Florian Igl alias „Sir Florian Prinzregent vom Schongauer Narrenreich“mit seiner Prinzessin Regina, „Regina Lady vom hohen Schloßberg.“ Über das waschechte Schongauer Paar freut sich auch der Vorsitzende der Schongauer Faschingsgesellschaft, Andreas Mock.
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Schongaus neues Prinzenpaar ist sowas von Schongau. Zur Premiere des Inthronisationsballes in der Lechsporthalle vor Riesen-Publikum setzt die Schongauer Faschingsgesellschaft auf ein Paar aus den eigenen Reihen – ein Paar, das nicht nur rhetorisch für den ein oder anderen Überraschungseffekt in der fünften Jahreszeit sorgen dürfte.

Schongau – Man kennt sie. Nicht nur bei den Plattlern. Nicht nur bei der Faschingsgesellschaft. Sie sind ebenwaschechte Schongauer, das neue Schongauer Prinzenpaar. Die Prinzessin: „Regina Lady vom hohen Schloßberg“. Der Prinz: „Sir Florian Prinzregent vom Schongauer Narrenreich“. Das klingt englisch-adelig. Ist aber tatsächlich dem Spitznamen des neuen Schongauer Faschingsprinzen geschuldet: Viele kennen Florian Igl (27) schlichtweg als „Sir“.

So erklärt sich auch die „Lady“, hinter der Regina Wühr (30) steckt. Regina, die Bankkauffrau und Florian, der Schlosser: Ein Traumpaar? Nur freundschaftlich! Das betonen beide.

Regina ist in festen Händen. Trotzdem gibt es so einiges, das die befreundeten Schongauer verbindet: Die Faschingsgesellschaft. Das Platteln. Und jetzt sogar eine Regentschaft in einem Jahr, das für die SFG aufgrund des ersten Inthronisationsballs in die Lechsporthalle ein ganz besonderes ist.

Apropos „besonders“: Das war für Regina Wühr der „Antrag“, den sie von der Faschingsgesellschaft bekommen hat. „Wenn man gefragt wird, dann ist das schon was ganz Besonderes.“ Gefragt? „Naja, das war schon quasi ein echtes Prinzessinnen-Bitten“, das Regina Wühr da erlebt hat. Ein Überfall. Auf dem Sofa daheim. Mit Wein. Mit Gedicht. Und allem, was so dazugehört. „Hätte ich da abgesagt: Das hätte mir ein Leben lang gestunken“, ist sich Regina Wühr sicher.

Prinz und Prinzessin kennen sich schon lange

Hinzu kommt: Der Mann, der vom 11.11. bis zum Aschermittwoch als Prinz an ihrer Seite sein soll, ist ein guter Freund: Schon lange kennen sich Florian Igl und Regina Wühr. „Wir sind sehr gut befreundet.“ Ein weiteres Kriterium für Schongaus neue „Lady“, im August „Ja“ zu sagen.

Der Auserwählte selbst erfährt von alledem übrigens erst eine Woche später, ist aber dann gar nicht so arg überrascht, dass er neben Regina Wühr auf dem Thron sitzen soll: „Naja, ich war der einzige aus der Vorstandschaft der SFG der es noch nicht war.“ Klingt nach dem Schicksal eines Spätberufenen.

Florian hat dann übrigens auch gleich „Ja“ gesagt. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, wer die Prinzessin ist. Als er es dann erfahren hat, hat er sich dann aber schon „sauber g’freut“.

Schongau im Übrigen darf sich freuen auf das befreundete Paar, das beim Wort „Prinzenwalzer“ keine Schweißperlen auf der Stirn bekommt. „Wir können beide gut tanzen“, erklärt Regina Wühr auf Nachfrage.

Überhaupt dürfte es an Schlagfertigkeit nicht fehlen - diesen Eindruck bekommt man schnell im Gespräch mit den beiden Schongauern, die schon an ihrer Antrittsrede für den Inthronisationsball basteln. Inhaltlich fürchten die beiden in dieser Angelegenheit nicht um Langeweile. „Es stehen ja Kommunalwahlen an.“ Augenzwinkern. Na, das wird bestimmt lustig mit „Regina Lady vom hohen Schloßberg“ und „Sir Florian Prinzregent vom Schongauer Narrenreich“.

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