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Es ist ein kleines Jubiläum, das die Hexennacht heuer feiert. 2014 hatte die Schongauer Werbegemeinschaft gemeinsam mit der Gruppe „Schongau belebt“ die Veranstaltung wiederbelebt. Eine gute Entscheidung, wie sich seitdem zeigte.
Schongau – Mit viel Engagement und Liebe zum Detail haben die Organisatoren die Hexennacht zu einem Höhepunkt im Schongauer Veranstaltungskalender gemacht, die allein im vergangenen Jahr Hunderte Besucher in die Altstadt lockte.
An diesen Erfolg wollen Werbegemeinschaft und „Schongau belebt“ natürlich heuer bei der fünften Auflage anknüpfen. Damit das gelingt, hat das Organisationsteam wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, das mit Bewährtem, aber auch neuen Höhepunkten aufwartet.
Kürbis-Schnitzwettbewerb am Marienplatz
Zu ersterem zählt zweifellos der große Kürbis-Schnitzwettbewerb am Marienplatz. Gesucht werden wieder die schönsten und größten Kürbiskunstwerke. Bis 20 Uhr können die Werke abgegeben werden, prämiert wird um 21 Uhr. Ebenfalls etwas zu gewinnen gibt es bei einem weiteren Klassiker: Bei der großen Hexen-Suche gilt es, alle in den Schaufenstern der Geschäfte versteckten Hexen zu finden. Teilnahmekarten für den Schnitzeljagdspaß liegen in den Geschäften aus. „Das ist immer sehr beliebt bei den Kindern“, weiß Maria Mader von der Werbegemeinschaft. Überhaupt ist viel geboten für die jungen Besucher. Um 17 Uhr geht’s mit Hexenkind Hagasusa auf Entdeckungstour durch die Stadt, um 18 Uhr liest Christl Haseitl Märchen im Ballenhaus. Wer mag, kann sich im Löwenhof die passende Hexenfrisur zulegen oder sich im Weibsdeifimarkt beim Kinderschminken den richtigen Hexenlook verpassen lassen.
Auch die Hexenprozesse werden thematisiert
Doch auch für die älteren Besucher bietet das Programm genug Auswahl. Um 18 Uhr erinnert beispielsweise Sylvia Rexa-Hochmuth im Rosengarten des Heiliggeist-Spitals an die Hexenprozesse, um 19.30 Uhr greift Heimatpfleger Helmut Schmidbauer das Thema mit seiner Lesung „Hexenwahn und Frauenpein“ im Stadtmuseum auf. Dazwischen geht’s um 19 Uhr mit den Stadtführerinnen auf eine spannende Reise durch die Geschichte Schongaus.
Passend zum Motto der Nacht sind die „Hiphop-Hexen“ von „dance&more“ in der Stadt unterwegs, um den Besuchern mit ihrem Showtanz kräftig einzuheizen. Eine Premiere gibt es heuer im „Dance&Fly“-Pole-Studio in der Christophstraße zu sehen. Um 19 und 21 Uhr heißt es dort Vorhang auf für die „Rocky Horror Picture Pole“.
Zwei Bands spielen am Marienplatz
Erstmals sorgen heuer zwei Bands für die musikalische Unterhaltung im Freien. Am Marienplatz spielen „Yokio“ groß auf, während die „Brass Boyz“ die Münzstraße zum Erklingen bringen.
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, versprechen die Organisatoren. Vom Steckerlbrot über den Hexentopf bis zum Zombi-Cocktail reicht das vielfältige Angebot. Angebote, die gibt es freilich auch in den teilnehmenden Geschäften, die zur Hexennacht ausnahmsweise bis 22 Uhr geöffnet haben und auf zahlreiche Kunden hoffen. Das Interesse an der Veranstaltung sei groß, sagt Kornelia Funke, Sprecherin der Werbegemeinschaft. „Die Flyer gehen weg wie warme Semmeln.“ CHRISTOPH PETERS
Das komplette Programm
liegt als Flyer in den Geschäften der Schongauer Altstadt aus und ist auch online unter www.altstadt-schongau.de abrufbar.
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