VonElke Robertschließen
„Wer jetzt den Spaten in die Hand nimmt, bleibt heute hier.“ So wurden die Gäste beim Spatenstich für den neuen Kreisverkehr am Schulzentrum begrüßt.
Schongau – Bürgermeister Falk Sluyterman war es vorbehalten, die Gäste auf dem ehemaligen Gelände von Blumen May an der Marktoberdorfer Straße zu begrüßen. Dazu gehörte auch Hubert Schmid, Seniorchef der Baufirma aus Marktoberdorf, die in Schongau schon mehrere Straßenbauprojekte umgesetzt hat, zuletzt die Sanierungsarbeiten am Lechberg. Erste Überlegungen für einen Kreisverkehr gehen bis in das Jahr 2006 zurück – auch, um den damals angedachten Verbrauchermarkt am ehemaligen Gärtnereigelände anzubinden. 2015 kam dann ein Antrag der CSU Schongau, ein Verkehrskonzept für Schulzentrum und Haus für Kinder zu erstellen, das 2016 beauftragt wurde. „Verschiedene Varianten waren im Gespräch“, so Sluyterman, letztlich entschied man sich dann für einen Kreisverkehrsplatz mit vier Ästen, der nun einen Durchmesser von 30 Metern bekommen soll.
Auch Gartenweg bekommt neue Erschließungsstraße
Erschlossen werden über den neuen Kreisverkehr nicht nur das Haus für Kinder und der geplante Parkplatz des Landkreises für das Gymnasium, auch der Gartenweg bekommt wegen der gefährlichen Einmündung am Rösslekellerberg eine neue Erschließungsstraße. Zuletzt kam als Maßnahme noch die umstrittene Hol- und Bringzone hinzu.
Diese, und auch die Zufahrt zum Haus für Kinder, sollen bis Ende Oktober fertiggestellt sein, der Kreisverkehr, falls möglich, früher. Holger Theisen, Planer im Büro Schneider und Theisen aus Sonthofen, strebt an, die Baustelle schon bis Anfang September soweit voranzubringen, dass mit Schuljahresbeginn der Verkehr dort wieder reibungslos laufen kann. „Wir versuchen, das hinzubekommen“, so Theisen.
Arbeiten auch an der Marktoberdorfer Straße
Parallel zu den Arbeiten am Kreisverkehr werden an der Marktoberdorfer Straße, die mittlerweile große Schäden aufweist, Sanierungsarbeiten gemacht – zwischen Kreisverkehr bis zur „Spinne“ wird dann Flüsterasphalt aufgebracht, der den Lärm reduzieren soll. Was Bürger mit Beeinträchtigungen freuen dürfte: Die Ausstiege an den Bushaltestellen werden nicht nur neu, sondern auch barrierefrei gestaltet. Eine Fahrradabstellanlage ist ebenfalls geplant.
Verkehrsbehinderungen werden erwartet
Ganz ohne Verkehrsbehinderungen wird die Baustelle am Schulkreisel nicht vor sich gehen, aber die Bürger sollen so gut es geht vorab informiert werden, so Martin Blockhaus vom Schongauer Bauamt. Voraussichtlich in der ersten Maiwoche wird die Behelfsstraße gebaut über den Parkplatz des Technischen Fachzentrums. Über diese rund 150 Meter wird der Verkehr an der Baustelle vorbeigeleitet. Wenn dann im Sommer die Unterführung bei der Realschule saniert wird, kommt es ebenfalls zu Behinderungen – dann wird es wohl eine Ampelschaltung geben.
Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme sind mit 2,3 Millionen Euro angesetzt. Die Stadt rechnet insgesamt mit rund 500 000 Euro an Zuschüssen.
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