Illegales Autorennen: Ein Rowdie verletzt sich und einen Unbeteiligten. Jetzt ermittelt die Polizei.
Garmisch-Partenkirchen – Szenen wie in dem Hollywood-Actionfilm „Fast and Furious“ haben sich am Dienstagabend auf der Bahnhofstraße in Garmisch-Partenkirchen abgespielt. Ein Autorennen mitten im Ortszentrum. Und eines, das gegen 20.30 Uhr ein böses Ende genommen hat. Bei einem schweren Unfall wurde ein eigentlich unbeteiligter Grainauer verletzt. An den Autos entstand nach Angaben der Polizei Totalschaden in Höhe von rund 23 000 Euro.
VW-Bus geriet mitten in das Straßenrennen
Bei der illegalen Aktion handelte es sich nach dem Erkenntnisstand der Beamten um ein so genanntes Ampel-Startrennen. Zu dem ist es an der Kreuzung zur Wettersteinstraße gekommen. Dort haben Zeugen die beiden Autos – einen Daimler CLK und einen 3er BMW – an der Ampel gesehen. Am Steuer saßen ein 23- und ein 26-Jähriger aus der Marktgemeinde. „Nach Zeugenangaben beschleunigten die beiden ihre Fahrzeuge in Richtung Bahnhof wie beim Start eines Rennlaufs“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Dann fuhren beide Wagen nebeneinander – und das mit hohem Tempo. Ein Umstand, den ein Mann aus Grainau nicht ahnen konnte. Deshalb schätzte der 30-Jährige, der mit seinem VW-Bus von der Bahnhofstraße nach links in die Angerstraße abbiegen wollte, die Geschwindigkeit falsch ein. Und geriet mitten in das Straßenrennen.
Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen
Die Folge: Der 23-Jährige im Daimler stieß frontal in das Fahrzeug des Grainauers. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Bus quer über die Fahrbahn an eine Steinmauer geschleudert. Der Grainauer überstand die Kollision leicht verletzt, der Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen. Beide mussten zur Behandlung ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht werden. Gegen die Einheimischen wird nun wegen des verbotenen Autorennens ermittelt „und somit auch der Entzug der Fahrerlaubnis geprüft“.
Vor einigen Jahren gab es nach Auskunft der Polizei schon einmal ein Autorennen in der Marktgemeinde. Der Fall jetzt sei aber eher eine Ausnahme. nah
In Achslach nahm ein wohl illegales Rennen ein noch schlimmeres Ende.