Gemeinderat diskutiert

Sicherer Schulweg: Buskarten für Kinder in Wackersberg

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„Vor allem im Winter ist der Fußweg für Kinder zur Grundschule in Höfen zu gefährlich“, argumentieren einige Eltern.
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„Vor allem im Winter ist der Fußweg für Kinder zur Grundschule in Höfen zu gefährlich.“ Dies hatten die Eltern einiger Ortsteile beklagt, die weniger als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen.

Wackersberg – Der Wackersberger Gemeinderat suchte nun in seiner jüngsten Sitzung nach einer Lösung des Problems.

„Wir sollten uns den Luxus der Schülerbeförderung zur Sicherheit unserer Kinder vor allem im Winter schon leisten“, sagte Andrea Lechner. „Ums Geld geht’s dabei gar nicht, denn die Kosten sind so oder so überschaubar“, erklärte dazu Bürgermeister Alois Bauer: „Wir müssen aber eine rechtliche Linie schaffen, bei der sich kein Bürger benachteiligt fühlen kann.“

Die Situation ist in der Tat schon ziemlich vertrackt. Denn wenn ein Kind weniger als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnt, hat es gemäß Förder-Richtlinien keinen Anspruch auf eine unentgeltliche Schulbus-Beförderung. Außer der Weg würde vom Landratsamt offiziell als „besonders gefährlich“ eingestuft. Letzteres wurde für die Kinder aus Richtung Süden, also dem Ortsteil Steinbach, in einem Gutachten festgestellt. So können diese Schüler nun kostenlos den Schulbus nutzen.

Anders sieht es für die Kinder aus Richtung Norden aus, hauptsächlich für die aus den Ortsteilen Burgfrieden, Burgern und Wackersberg-Dorf. „Auch hier ist der Fußweg zur Schule bei entsprechender Witterung oftmals schnell verschneit“, gab Andrea Lechner zu bedenken. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung hier einen Vorschlag ausgearbeitet. „Für Eltern der betreffenden Gebiete, die ihren Kindern nicht zutrauen, dass sie den Schulweg zu Fuß meistern, wollen wir pauschale Buskarten anbieten“, erklärte der Rathauschef.

Zum Thema: Der MVV-Schulbus 729 in Weichs (Lkr. Dachau) ist jeden Tag überfüllt - kleinere Kinder steigen aus Angst nicht mehr zu. Der MVV könnte Abhilfe schaffen - tut es jedoch nicht, wie merkur.de berichtet.

Letzteres gilt in zwei Varianten: Es gibt die Winterkarte für 125 Euro, gültig von November bis März, und die Jahreskarte für 250 Euro. Den Differenzbetrag zum regulären Fahrpreis legt die Kommune drauf.

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Mit diesem Vorschlag konnten dann auch die Gemeinderäte gut leben. Allerdings schränkte Rathauschef Bauer: „Dieser Vorschlag muss allerdings noch rechtlich geprüft werden.“ Denn das Prinzip der Gleichbehandlung will er keinesfalls verletzen.

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