Ärger in Neufreimann

Sicherer Schulweg muss her – sonst verweigert Gymnasium den Umzug

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Das Neubaugebiet Neufreimann: Auf dem Areal entsteht auch ein neues Gebäude fürs Gymnasium.

Schon bald soll das Gymnasium in Schwabing-Freimann ins Neubaugebiet Neufreimann umziehen. Doch zuvor, so fordern Politiker, muss ein Geh- und Radweg für die Schüler her.

München – Mitte September beginnt das neue Schuljahr in Bayern – und bis dahin soll auch das Gymnasium Neufreimann an seinem angedachten Ort im gleichnamigen neuen Quartier umgezogen sein. Doch zuvor muss die Landeshauptstadt (LH) München unbedingt einen sicheren Schulweg „als Fuß- und Radweg“ zum Gymnasium einrichten – so heißt es zumindest im Eilantrag, der in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann einstimmig beschlossen wurde.

Sicherer Schulweg ist nicht garantiert

Vonseiten des Gymnasiums, das momentan noch interimsmäßig in der Ungererstraße 191 untergebracht ist, werde sogar der Umzug in das neue Gebäude verweigert, solange der sichere Schulweg nicht garantiert ist, erklärte BA-Chef Patric Wolf (CSU). Und das sei bisher, müsse man sagen, nicht der Fall, so Wolf ergänzend. Der deshalb nun vom Gremium geforderte Fuß- und Radweg soll zwischen der Wohnbebauung und der öffentlichen Grünfläche am südlichen Ende von Neufreimann geführt werden und „eine sichere Querung der Henny-Seydemann-Straße“, die durch das Quartier führt, beinhalten.

Kürzester Weg führt verbotenerweise über Gleise

Begründet wird der Antrag damit, dass Schulkinder aus dem Einzugsgebiet Süd (Domagkpark, Alte Heide) sowie aus dem Einzugsgebiet Ost (Freimann, Kulturheimsiedlung) das Gymnasium „nur über diesen noch herzustellenden Fuß- und Radweg“ sicher erreichen. Denn die von den Behördenvertretern genannte Variante, die einen Umweg über die Metro vorsieht, sei „völlig realitätsfern“, da dieser weite Weg Schulkinder dazu motivieren würde, den kürzesten Weg verbotenerweise über die Bahngleise zwischen der Lilienthalallee zur Maria-Probst-Straße zu nehmen.

Auch umliegende Straßen sollen geprüft werden

Zudem fordert der BA das Mobilitätsreferat (MOR) auf, die schon vorhandenen Straßen (Cordelia-Edvardson-Straße und Am Ausbesserungswerk) auf ihre Schulwegsicherheit zu prüfen.

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