Bei der Vorbesprechung für den Olchinger Faschingszug im Februar war die Sicherheit aller Teilnehmer das große Thema. Dem Sturm der Zuschauer auf die Faschingswagen soll Einhalt geboten werden.
Olching – Der Faschingszug des vergangenen Jahres treibt Florian Waltl noch nachträglich den Schweiß auf die Stirn. „Der Wahnsinn, wie die Leute auf unseren Wagen drängen wollten“, erzählt er. Waltl ist beim Schützenverein Frischauf Graßlfing für den Faschingswagen zuständig.
Waltl berichtete von gefährlichen Szenen rund um das bunte Treiben. Man hätte richtig fest zupacken müssen, um die Menschen vom Wagen wegzuhalten. Seiner Meinung nach würden die Zuschauer die Sicherheitskräfte nicht ernst genug nehmen. „Die haben in ihren blauen Jackerln doch keine Autorität“, klagte Waltl.
Dass die Kleidung der Security nicht das Problem sei, merkte Andreas Cherchi von der Polizeiinspektion Olching an: „Das sind Menschen, die lassen sich selbst von einer Polizeiuniform nicht beeindrucken.“ Polizei und Sicherheitskräfte könnten zudem kein weiteres Personal abstellen, um die Menge zurückzuhalten.
Der Polizist machte allerdings einen simplen und offenbar doch effektiven Vorschlag. Man könne abschnittsweise Seile spannen und damit eine Barriere zur Straße schaffen. Das befürwortete auch Michael Maier, der Organisationsbeauftragte des Komitees Faschingszug. „Beim Faschingszug in München klappt das ganz gut“, stellte er fest.
Neben der Sicherheit kam noch ein Problem zur Sprache: die Höhe der Wagen. Hier machte der Komitee-Vorsitzende Hans Krämer seinem Ärger Luft. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu großen Lücken im Olchinger Faschingszug. „Weil ein paar nicht kapieren, dass die Unterführung eben nur eine bestimmte Höhe hat“, so Krämer. Und die beträgt vier Meter.
Einige Wagen haben aber höhere Aufbauten. „Die halten dann vor der Unterführung an und bauen ab, fahren durch und bauen wieder auf.“ Man habe sich deswegen als verantwortlicher Veranstalter des Zuges bereits den Unmut von der Stadt Olching und der Polizei eingehandelt. Krämer wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Wagen, die sich nicht an die vorgeschriebenen Maße halten, eine Sondergenehmigung des Landratsamtes benötigten. Gern gesehen sei das jedoch generell nicht.
Ganz neu eingeführt werden fest und vorab zugewiesene Plätze in der Zugfolge und Startnummern. Damit sollen Staus und Engpässe vermieden werden. Absolut tabu bleiben für die Fahrer der Wagen Alkohol und Pyrotechnik in der Unterführung. Polizei und Zugkomitee sind sich einig: „Wer sich nicht daran hält, fliegt sofort raus.“ (hk)